vor 2T
US-Finanzministerium erstattet seit Mai über 100 Milliarden US-Dollar an Zöllen und tilgt damit die Mehreinnahmen
Seit Mai hat das US-Finanzministerium Zollrückerstattungen von über 100 Milliarden US-Dollar ausgezahlt, was mehr als der Hälfte der in diesem Zeitraum erzielten IEEPA-Zolleinnahmen entspricht. Im Mai beliefen sich die Rückerstattungen auf 21,97 Milliarden US-Dollar und überstiegen damit erstmals die im selben Monat eingezogenen 21,93 Milliarden US-Dollar. Im Juni stiegen die Rückzahlungen auf 49,18 Milliarden US-Dollar, wodurch die Nettzolleinnahmen auf minus 25,56 Milliarden US-Dollar fielen. Untersuchungen der Federal Reserve Bank of St. Louis zufolge haben die Zölle die Preise für Arzneimittel und Haushaltsutensilien binnen eines Jahres um mehr als 4% erhöht.
vor 2T
7-17
Netflix setzte KI für 17 Minuten Doku ein und produzierte Material „doppelt so schnell und zum halben Preis“
Netflix meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 12,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 13% gegenüber dem Vorjahr, zugleich schwächte sich das Umsatzwachstum weiter ab. Nach 16% im ersten Quartal lag es nun bei 13%, für Q3 stellt das Unternehmen 12% in Aussicht. Die Aktie gab nach Veröffentlichung der Zahlen im nachbörslichen Handel zeitweise um bis zu 9% nach. Netflix hob zudem die erwartete Wachstumsrate der Content-Ausgaben 2026 auf 10% an, kündigte das bislang größte Aktienrückkaufquartal mit 4,7 Milliarden US-Dollar an und erklärte, KI sei bereits in der Postproduktion von 300 Titeln eingesetzt worden, ohne die kurzfristigen Schwächesignale beim Wachstum zu ändern.
7-17
7-16
IBM-Aktie stürzt am 14. Juli um 25% ab – größter Tagesverlust in 115 Jahren schürt Zweifel am KI-Gewinnboom
Die IBM-Aktie brach am 14. Juli an einem Tag um 25% ein – der größte Tagesverlust in der 115-jährigen Unternehmensgeschichte – nachdem das Unternehmen für das zweite Quartal 17.2 Milliarden US-Dollar Umsatz gemeldet hatte und damit 3.7% unter den Erwartungen lag. Obwohl es sich nur um ein moderates Verfehlen der Schätzungen handelte, fiel die Marktreaktion ungewöhnlich heftig aus. Der Vorgang wird als frühes Signal interpretiert, dass eine „Gewinnblase“ im KI-Sektor zu reißen beginnt, und löste Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erträge KI-naher Unternehmen aus. Mehrere Investmentbanken senkten daraufhin ihre Kursziele und Gewinnprognosen für IBM, was die Stimmung in KI-Infrastruktur- und Softwarewerten belastete.
7-16
6-28
IPO-Frage bei Anthropic: Wie verteidigungsfähig ist ein Frontier-AI-Burggraben gegen China mit Washingtons Instrumentenkasten?
Anthropic hat in Washington vorgebracht, Alibaba habe über API-Zugriffe das Claude-Modell „destilliert“ und damit Lücken in den US-Exportkontrollen für cloudbasierte KI offengelegt. Der Vorgang verleiht Gesetzesinitiativen wie dem „Remote Access Security Act“ zusätzlichen Schub, der ausländischen Akteuren den Zugriff auf sensible KI-Rechenleistung und Modellgewichte über Cloud-Dienste untersagen soll. Auch ohne direkten Bezug zu einem börsennotierten Unternehmen rückt der Fall Fragen der KI-Infrastruktursicherheit, der Export-Compliance von Cloud-Anbietern und des Schutzes von Frontier-Modellen in den Fokus und kann die mittelfristigen Regulierungserwartungen für KI-Chips, Cloud-Plattformen und Indexwerte beeinflussen.
6-28