Fed-Chef Warsh will Zinskurs vom Markt bestimmen lassen und streicht Forward Guidance

Fed-Chef Kevin Warsh hat sich klar von der Forward Guidance distanziert und betont, die Zinsbepreisung solle vom Markt und nicht von der Zentralbank ausgehen. Die Neuausrichtung führte zu einer Neubewertung hin zu früheren und steileren Zinsschritten: Kurzlaufende US-Renditen sprangen an einem Tag auf den höchsten Stand seit Anfang des vergangenen Jahres, während die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen zunächst stieg und anschließend wieder nachgab. Neun FOMC-Mitglieder signalisierten für dieses Jahr mindestens eine Zinserhöhung, und der Markt preist die erste Anhebung vollständig für Oktober ein. Der Kurswechsel gilt als deutlicher Bruch in der geldpolitischen Kommunikation und traf besonders zinssensitive Anlagen.