Aave legt technischen Sanierungsplan zur Wiederherstellung der rsETH-Deckung nach Exploit vom 18. April vor

Aave (@aave) hat im Namen der DeFi-United-Koalition den vollständigen technischen Plan vorgestellt, um die Deckung von ethereum:0xa1290d69c65a6fe4df752f95823fae25cb99e5a7 wiederherzustellen und betroffene Positionen nach dem KelpDAO-Exploit vom 18. April zu bereinigen. Vorgesehen ist ein zweigleisiges Vorgehen: Zum einen soll die rsETH-Deckung neu aufgebaut werden, zum anderen werden die durch den Angreifer besicherten Positionen über Aave Ethereum Core, Aave Arbitrum und Compound geordnet abgebaut. Auslöser des Vorfalls war ein gefälschtes eingehendes Paket auf der Unichain-zu-Ethereum-Bridge für rsETH, wodurch der Adapter auf der Ethereum-Seite 116.500 rsETH freigab. Rund 107.000 rsETH liegen nach Angaben der Beteiligten weiterhin auf sieben vom Angreifer kontrollierten Adressen bei Aave und Compound. Zur Wiederherstellung der Deckung sollen schrittweise Einzahlungen von ethereum:native in die Kelp-Lockbox erfolgen; die Mittel werden anschließend zum aktuellen nominalen Umtauschverhältnis von 1,07 in rsETH konvertiert. DeFi United habe die für eine vollständige Wiederherstellung erforderlichen ETH-Zusagen gesichert, vorbehaltlich Governance-Genehmigungen und der Unterzeichnung verbindlicher Vereinbarungen. Die Bereinigung der acht betroffenen Positionen soll über kontrollierte Liquidationen auf beiden Chains erfolgen. Dafür wird der rsETH-Orakelpreis vorübergehend angepasst, um effiziente Liquidationen zu ermöglichen. Eingezogene Sicherheiten werden in eine DeFi-United-Multisig übertragen; nach Sicherung der Collateral-Bestände soll der Orakelpreis wieder auf den regulären Wert zurückgesetzt werden. Für Compound ist ein analoges Vorgehen vorgesehen. DeFi United will hierfür Liquidität bereitstellen und erwartet nach Abschluss eine Rückgewinnung von geschätzt 16.776 ETH.