Krypto-Hacks im April über 600 Mio. US-Dollar: KelpDAO und Drift verlieren jeweils mehr als 280 Mio. US-Dollar
BlockBeats zufolge zählt der April bis zum 19. April zu den schwersten Monaten für Sicherheitsvorfälle in der Kryptoindustrie: Mindestens 13 Protokolle und Plattformen wurden in unterschiedlich großem Umfang angegriffen, die kumulierten Verluste liegen bei über 600 Mio. US-Dollar. Besonders ins Gewicht fallen die Fälle Drift und Kelp DAO mit jeweils Verlusten von über 280 Mio. US-Dollar. Mehrere größere Vorfälle werden nordkoreanischen Hackergruppen zugeschrieben.
Zu den wichtigsten Ereignissen: Am 1. April wurde Drift Protocol, Solanas größte dezentrale Perpetuals-Handelsplattform, um rund 285 Mio. US-Dollar gehackt. Die On-Chain-Vorbereitung begann am 11. März, als der Angreifer 10 ETH aus Tornado Cash abzog, und zog sich über knapp drei Wochen; die eigentliche Ausführung am 1. April dauerte lediglich 12 Minuten. Der Großteil der Mittel wurde innerhalb weniger Stunden über Circles CCTP auf Ethereum transferiert. Es handelt sich um den zweitgrößten Sicherheitsvorfall in der Solana-Historie nach dem Wormhole-Cross-Chain-Bridge-Exploit 2022 mit 326 Mio. US-Dollar.
Am 13. April wurde das Interoperabilitätsprotokoll Hyperbridge über eine Schwachstelle bei der Verifikation von Cross-Chain-Proofs ausgenutzt; der Schaden lag bei etwa 2,5 Mio. US-Dollar. Am 16. April traf es das Lending-Protokoll Rhea Finance im NEAR-Ökosystem mit einem Gesamtschaden von 18,4 Mio. US-Dollar. Ebenfalls am 16. April wurde die russlandnahe Trading-Plattform Grinex kompromittiert, die Verluste beliefen sich auf rund 15 Mio. US-Dollar.
Am 18. April wurde das Ethereum-Liquid-Staking-Protokoll Kelp DAO angegriffen. Dabei wurden rund 116.500 rsETH entwendet, bewertet mit etwa 292 Mio. US-Dollar, was ungefähr 18% des umlaufenden rsETH-Angebots entspricht. Der Angreifer fälschte Cross-Chain-Nachrichten und brachte so die lzReceive-Funktion des LayerZero-EndpointV2-Contracts dazu, Reserven aus der Bridge freizugeben. Damit übertraf der Vorfall Drift und gilt bislang als größter DeFi-Hack des Jahres 2026.