BlackRock verkauft innerhalb einer Woche Bitcoin im Wert von über 100 Millionen US-Dollar
Laut CoinDesk zeigen Daten der On-Chain-Plattform Arkham Intelligence, dass mit BlackRock verknüpfte Wallet-Adressen in der vergangenen Woche Bitcoin im Umfang von nahezu 1,01 Milliarden US-Dollar veräußert haben. Parallel dazu verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs netto Abflüsse von rund 1,26 Milliarden US-Dollar – der größte Wochenabfluss seit 2026. Das wird als Zeichen gewertet, dass institutionelles Kapital in eine defensivere Positionierung wechselt.
BlackRock stellte dabei den Großteil des Abflussvolumens. Arkham zufolge handelt es sich zudem um den stärksten wöchentlichen Rückgang der Bitcoin-Bestände von BlackRock seit November 2025. Auf Wochensicht entfiel damit nahezu der gesamte Nettoabfluss der US-Spot-Bitcoin-ETFs auf BlackRock.
Während der Verkaufsphase rutschte Bitcoin kurzzeitig unter eine wichtige Marke, erholte sich zu Wochenbeginn im Handel dann auf etwa 77.443 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte BTC bei rund 77.230 US-Dollar, in den vergangenen 24 Stunden kaum verändert, aber weiterhin unter den Niveaus von Anfang des Monats.
Institutionelle Mittel schalten auf Risikoabbau
Mehrere Marktbeobachter führen die jüngsten ETF-Rückgaben auf institutionelle Investoren zurück, die ihre Risikoexponierung reduzieren. Mit erneut nachgebenden Krypto-Preisen und sinkender Risikobereitschaft zieht Kapital teils aus Bitcoin-bezogenen Anlageprodukten ab und wartet auf klarere Marktsignale.
Daten von CoinGlass und SoSoValue der vergangenen Wochen deuten zudem auf nachlassende Dynamik im Derivatemarkt hin: Das Open Interest sinkt, die Funding Rates schwanken stark. Das spricht dafür, dass die Hebel-Stimmung abkühlt – im Gleichlauf mit dem Spot-ETF-Markt und darüber hinaus.
BlackRock treibt tokenisierte Produkte weiter voran
Trotz der reduzierten Bitcoin-ETF-Positionierung setzt BlackRock den Ausbau blockchainbasierter Finanzprodukte fort. Das Unternehmen hat jüngst bei der US-Börsenaufsicht SEC einen zweiten Antrag für einen tokenisierten Fonds auf Basis der Infrastruktur von Securitize eingereicht.
Der Schritt folgt auf die Ausweitung von BUIDL, einem im März 2024 von BlackRock und Securitize aufgelegten tokenisierten US-Treasury-Fonds. Dieser verwaltet aktuell rund 2,3 Milliarden US-Dollar und zählt zu den weltweit größten tokenisierten Treasury-Fonds.
Dem Bericht zufolge treiben auch Franklin Templeton, Fidelity und State Street tokenisierte Asset-Produkte voran, was den Wettbewerb im Bereich der Tokenisierung von Real-World Assets weiter verschärft. Der im US-Kongress vorangetriebene CLARITY Act befindet sich weiterhin in Prüfung und soll für die Branche klarere regulatorische Leitlinien schaffen.