Bitcoin-Kursrückgang erhöht Druck auf Miner – Niveaus nahe 2022

Laut CoinDesk gerieten kurzfristige Bitcoin-Anleger und Miner zuletzt stärker unter Druck, nachdem der Kurs auf etwa 59.100 US-Dollar zurückgefallen ist. Der Bericht verweist auf ein weiter schwaches Marktumfeld. Zusätzlichen Gegenwind liefern Abflüsse aus Bitcoin-ETFs. Der Analyst Darkfost spricht von der bislang größten Abflussphase bei Bitcoin-ETFs: Seit dem 12. Oktober seien rund 10,5 Mrd. US-Dollar abgeflossen. Das deute darauf hin, dass die aktuelle Kaufunterstützung begrenzt ist. Neben den ETF-Kapitalströmen sollten auch On-Chain-Kennzahlen im Blick bleiben. Auch die Ertragslage der Miner verschlechtert sich. Der 30-Tage-Durchschnitt des Puell Multiple fiel von 0,83 Ende Mai auf 0,74. Der Indikator setzt die täglichen Miner-Einnahmen ins Verhältnis zum Jahresdurchschnitt; der Rückgang signalisiert sinkende Margen. Analyst Axel Adler Jr. betont, dass ein Puell Multiple nahe 0,50 häufig mit großangelegten Stilllegungsphasen zusammenfalle – wie 2022. Der aktuelle Wert nähere sich dieser Zone. Der Bericht verweist zudem auf steigende Stilllegungsrisiken: Der Miner-Surrender-Indikator liegt derzeit bei 21% und damit deutlich unter der Schwelle für schweren Stress von 15%. Das werde als Hinweis gewertet, dass Miner weiterhin unter erheblichem operativem Druck stehen. AMBCrypto sieht bei weiter nachgebenden Kursen ein zunehmendes Risiko für Miner-Abschaltungen und einen Rückgang der Hashrate.