BlackRock startet BITA: Bitcoin-ETF mit Covered-Call-Strategie und Zielrendite von 15 bis 25 Prozent

BlackRock bringt mit dem iShares Bitcoin Premium Income ETF (Ticker: BITA) einen Bitcoin-ETF an den Start, der laufende Erträge liefern soll – ohne DeFi, Staking oder Wallets wie MetaMask. BITA nahm am 16. Juni den Handel an der Nasdaq auf und gilt als erster renditeorientierter Bitcoin-ETF eines großen Asset-Managers. Das Produkt peilt eine jährliche Ausschüttungsrendite von 15 bis 25 Prozent an. Das Konzept: BITA hält Anteile am hauseigenen Spot-Bitcoin-ETF iShares Bitcoin Trust (IBIT) und verkauft monatlich Call-Optionen auf rund 25 bis 35 Prozent des Nettoinventarwerts. Die vereinnahmten Optionsprämien bilden die Grundlage für monatliche Ausschüttungen an Anleger. Die Kehrseite der Strategie: Steigt Bitcoin stark, fällt ein Teil des Aufwärtspotenzials weg, weil die verkauften Calls die Gewinne auf dem abgesicherten Portfolioanteil begrenzen. Im Gegenzug erhalten Anleger einen kalkulierbareren Ertragsstrom und möglicherweise geringere Schwankungen als bei einem reinen Spot-Engagement. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent und damit unter den Gebühren konkurrierender Covered-Call-Bitcoin-ETFs, die meist zwischen 0,95 und 0,99 Prozent verlangen. Die US-Börsenaufsicht SEC genehmigte das Produkt nach einer Form-8A-Einreichung vom 11. Juni. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas hatte den Start kurz darauf erwartet und einen Handelsbeginn innerhalb etwa einer Woche prognostiziert. BITA knüpft direkt an IBIT an. Der Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock ist seit Januar 2024 am Markt und hat inzwischen mehr als 100 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen eingesammelt. Auf dieser Basis macht BITA das bestehende Bitcoin-Exposure über Optionsverkäufe zu einer Ertragsquelle. Die Zielrendite von 15 bis 25 Prozent stützt sich auf die hohe implizite Volatilität von Bitcoin: Je höher die Volatilität, desto höher fallen in der Regel die Optionsprämien aus. Zwar bieten auch andere Anbieter Covered-Call-Bitcoin-ETFs an, BlackRock bringt jedoch Markenstärke, Vertriebskraft und den Gebührenvorteil mit. Für Anleger bedeutet das: In einem längeren Bullenmarkt dürfte BITA gegenüber einer Buy-and-Hold-Position in IBIT zurückbleiben, weil die verkauften Calls die Upside deckeln. In seitwärts laufenden oder moderat fallenden Märkten können die Prämien dagegen einen Puffer bieten, den reine Spot-Investoren nicht haben.