Blockstream zahlt kein Lösegeld für aus Liquid Network entwendete Bitcoin

KI-Marktzusammenfassung
Blockstream erklärte, dass es kein Lösegeld zahlen werde, nachdem über eine Schwachstelle im Caching der Transaktionsvalidierung rund 4.000 BTC aus den Föderationsreserven von Liquid abgezogen wurden; rund 600 BTC sind weiterhin ausstehend. Während die meisten Mittel nach Patches zurückgegeben wurden, unterstreicht der Vorfall operative und Governance-Risiken in föderierten Sidechains und brückenähnlichen Mechanismen. Laufende Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden und forensische Nachverfolgung könnten die Prüfung der Liquid-bezogenen Infrastruktur und Gegenparteien verschärfen und die Risikobereitschaft kurzfristig vorsichtig halten.
Einflussstufe
● Medium
Betroffene Assets
BTC/USDT+0.01%
AI-Einblick · BTC/USDTAI-Einblick
▼ Bärisch
Jetzt traden
⚠️ Die von AI generierten Einblicke basieren auf Nachrichteninhalten und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie stellen weder eine Anlageberatung dar noch geben sie die Ansichten von BingX wieder. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Bitte trade verantwortungsbewusst.
Blockstream hat erklärt, kein Lösegeld für Bitcoin zu zahlen, die aus dem Liquid Network entwendet wurden. In einem am 11. September auf X veröffentlichten Statement bezeichnete das Unternehmen den Vorfall als Diebstahl und nicht als "Responsible Disclosure". Auslöser war ein Exploit im September: Mutmaßliche "Whitehat"-Akteure sollen durch eine Schwachstelle in der Software zur Transaktionsvalidierung rund 4.000 BTC aus den Föderationsreserven des Netzwerks abgezogen haben – nach damaligen Kursen etwa 320 Mio. US-Dollar. Ein Großteil der Mittel wurde inzwischen zurücküberwiesen. Nach Angaben von Blockstream befinden sich jedoch weiterhin rund 600 BTC (etwa 47 Mio. US-Dollar) unter Kontrolle der Angreifer. Blockstream betonte, die unautorisierte Entnahme und das Zurückhalten der Rückgabe erfülle einen Straftatbestand. "Vermögenswerte ohne Genehmigung zu entnehmen und ihre Rückgabe zu verweigern, ist ein Verbrechen, keine verantwortungsvolle Meldung. Das ist keine Whitehat-Aktivität", so das Unternehmen. Das Liquid Network wurde nach dem Abzug vorübergehend pausiert. Sollten die ausstehenden Bestände nicht zurückgegeben werden, will Blockstream "jeden rechtmäßigen Weg" ausschöpfen und dazu mit Strafverfolgungsbehörden, Börsen, Dienstleistern und Forensik-Spezialisten zusammenarbeiten, um die Assets nachzuverfolgen und zurückzuholen. Laut der Blockchain-Analysefirma Chainalysis nutzten die Angreifer eine Schwachstelle in der Art und Weise aus, wie Liquid Prüfungen zur Transaktionsverifikation zwischenspeicherte. Dadurch konnten sie ungedeckte LBTC erzeugen und gegen echte Bitcoin tauschen. Nachdem Blockstream bestätigte, dass die Bridge-Nodes gepatcht wurden, überwiesen die Beteiligten 3.400 BTC – rund 85% der abgezogenen Summe – in einer einzelnen Transaktion zurück. Der verbleibende Betrag, der als "Change" an eine von den Akteuren kontrollierte Adresse gegangen sein soll, wurde bislang nicht retourniert. Chainalysis verweist darauf, dass Beobachter die einbehaltenen Mittel teils als faktische "Bounty" interpretieren. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von keiner Seite bestätigt. Blockstream sieht nach eigenen Angaben weiterhin eine Möglichkeit, die Lage "verantwortungsvoll" zu lösen, warnt aber zugleich: Die Transparenz von Bitcoin sorge dafür, dass Transaktionen und ihre Spuren "nicht verschwinden". Das Unternehmen verwies zudem auf die Community aus Ingenieuren, Kryptografen und Whitehat-Hackern, die beim Tracking helfen könne – und auf die besondere Aufmerksamkeit, die dem föderierten Custody-Modell zugrunde liegt, auf dem Liquid basiert. Ob die ausstehenden Bitcoin zurückkehren, bleibt offen. Der Konflikt dauert an.