Datavault-AI-Aktie bricht um 50 % ein – Bitcoin-Auszahlung stockt

Das Bitcoin-Treasury-Unternehmen Datavault AI hat offengelegt, dass es seit einem im Juni gestellten Auszahlungsantrag keine BTC von der Krypto-Börse Biconomy abheben konnte. Die Aktie verlor in der jüngsten Handelssitzung fast 50 %. Laut einem am 26. Oktober bei der SEC eingereichten Form 8-K erhielt Datavault am 25. September 2025 Bitcoin im Wert von 150 Mio. US-Dollar von Scilex. Die Zahlung erfolgte im Rahmen einer Eigenkapitalkaufvereinbarung; eine Einheit war damals rund 112.915 US-Dollar wert, woraus sich eine Gesamtmenge von etwa 1.328 BTC ergab. Tatsächlich gingen 1.309,04 BTC auf dem Biconomy-Konto von Datavault ein. Zuvor wurden 19,39 BTC abgezogen, um Barvorschüsse auszugleichen, die Scilex dem Unternehmen gewährt hatte. Im September 2025 und im Januar 2026 transferierte Datavault 491,431 BTC zurück an Scilex und erhielt dafür rund 40,5 Mio. US-Dollar in Bargeld. Die verbleibende Kryptowährung lag in einem Digital-Wallet bei Biconomy. Alle Transaktionen wurden nach Angaben des Unternehmens offchain abgewickelt; die Vermögenswerte wurden also in den Büchern der Börse und nicht im Bitcoin-Netzwerk erfasst. Im Juni forderte Datavault die Auszahlung der Bitcoin auf ein externes Konto an. Bis zur Einreichung des 8-K war die Transaktion nicht abgeschlossen. Einen Grund für die Verzögerung nannte das Unternehmen nicht. In der Einreichung heißt es weiter: „Nach der Veröffentlichung der betroffenen Finanzberichte und einer Überprüfung der Transaktion stellte das Unternehmen fest, dass die Bitcoin aus dem Scilex-Eigenkapitalkauf die Voraussetzungen für eine Anerkennung als digitale Vermögenswerte des Unternehmens nicht erfüllen.“ Datavaults Management prüft nun, ob das Unternehmen fortgeführt werden kann. BTC galt als Liquiditätsquelle, und das Unternehmen ist unsicher, ob es Forderungen gegenüber Scilex einziehen kann. Die Marktreaktion war heftig. Daten von Google Finance zufolge schlossen die DVLT-Aktien am 28. Oktober bei 0,067 US-Dollar, ein Minus von 49,55 %, nach einem Tagestief von 0,060 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei rund 65 Mio. US-Dollar; im nachbörslichen Handel stieg der Kurs auf 0,071 US-Dollar. Bitcoin-Treasury-Unternehmen bergen Risiken. Wie CryptoPotato zuvor berichtete, warnte Andrew Webley, CEO von Smarter Web Company, solche Unternehmen setzten die Aktionäre der Bitcoin-Volatilität aus und hingen häufig von Managern ab, deren Finanzierungsentscheidungen den Aktionären schaden könnten. Für Datavault stellt sich unmittelbar die Frage, ob und wann das Unternehmen auf die beim Verwahrer gehaltenen BTC zugreifen kann.