EU vergibt rund 230 MiCA-Lizenzen vor Frist im Juli

Nach Angaben von CoinDesk läuft die MiCA-Übergangsphase in der EU aus. Bislang haben rund 230 Krypto-Unternehmen eine Zulassung erhalten. Mit dem näher rückenden Stichtag dürfen Anbieter ohne Lizenz keine Dienstleistungen mehr für Kundinnen und Kunden in der EU erbringen. Die Zahl der erteilten Genehmigungen deckt bislang nur einen Teil des Marktes ab: Den rund 230 Lizenzen stehen mehr als 1.200 Krypto-Firmen gegenüber, die zuvor in Mitgliedstaaten registriert waren und dort operierten. Deutschland führt das Ranking mit 56 Lizenzen an, gefolgt von den Niederlanden (26) und Frankreich (21). Ab Juli laufen die verbleibenden Übergangsregelungen unter MiCA offiziell aus. Unternehmen ohne die erforderliche Autorisierung müssen ihren Betrieb einstellen oder sich schrittweise aus dem Markt zurückziehen. MiCA gilt als erstes umfassendes EU-Regelwerk für digitale Vermögenswerte. Börsen, Broker und Wallet-Anbieter unterliegen künftig einheitlichen Vorgaben und können nach erfolgter Zulassung in allen 27 Mitgliedstaaten tätig werden. Besonders kleinere Anbieter geraten unter Druck. Branchenkreisen zufolge haben in Frankreich rund 40% der zuvor registrierten Krypto-Dienstleister noch keinen MiCA-Antrag gestellt. Einige Unternehmen haben ihre Anträge zurückgezogen, andere setzen auf Kooperationen mit lizenzierten Partnern; weitere bereiten einen vollständigen Marktausstieg vor.