FTX-Geschädigte verklagen Fenwick & West wegen mutmaßlicher Mitwirkung am Zusammenbruch

BlockBeats meldet am 16. Mai unter Berufung auf Bloomberg: Die juristische Aufarbeitung des FTX-Kollapses geht weiter. Am 14. Mai (Ortszeit) wurde bei einem US-Bundesgericht eine neue Klage eingereicht. Mehrere FTX-Geschädigte werfen der Silicon-Valley-Kanzlei Fenwick & West vor, beim Zusammenbruch von FTX eine "zentrale unterstützende Rolle" gespielt zu haben. Demnach soll die Kanzlei geholfen haben, die missbräuchliche Verwendung von Kundengeldern zu verschleiern, Investoren zu täuschen und Auszahlungen zeitlich hinauszuzögern. Die Kläger verlangen rund 525 Mio. US-Dollar Schadenersatz. In der Klageschrift heißt es, Fenwick & West habe nicht nur übliche Rechtsdienstleistungen im FTX-Umfeld erbracht, sondern auch bei der Gründung von Briefkastenfirmen mitgewirkt, Strukturen für Geldtransfers entworfen und die Einführung von Informations- und Kommunikationsmanagementsystemen unterstützt, um die Veruntreuung zu verdecken. Die Klage verweist zudem auf Ergebnisse eines Berichts aus dem Insolvenzverfahren. Darin werde festgestellt, dass Anwälte von Fenwick "tief eingebunden" gewesen seien, auch in die verbundenen Strukturen von FTX, einschließlich der Unterstützung beim Aufbau komplexer finanzieller Verflechtungen zwischen FTX und Alameda Research. Bereits im August 2023 hatte eine Gruppe von FTX-Kunden Fenwick & West formell verklagt und der Kanzlei "Beihilfe zum Betrug von FTX" vorgeworfen. 2025 führten FTX-Investoren Fenwick weiterhin als einen der Hauptbeklagten und weiteten das Verfahren zu einer größeren Sammelklage aus. Im Februar 2026 erzielte Fenwick mit FTX-Geschädigten einen vorläufigen Vergleichsrahmen, der noch der gerichtlichen Genehmigung bedarf.