Gold steigt auf 4.878 US-Dollar je Unze – Nachfrage nach sicheren Häfen bleibt hoch

Gold hat am Freitag auf 4.878 US-Dollar je Unze zugelegt und damit den höchsten Stand seit März erreicht. Es ist die vierte Woche in Folge mit Kursgewinnen – trotz der insgesamt optimistischen Marktstimmung im Zusammenhang mit der Iran-Waffenruhe. Auf Jahressicht liegt das Edelmetall 41,64% im Plus; in den vergangenen vier Wochen beträgt der Zuwachs 0,93% und unterstreicht eine der stärksten Asset-Performances des Jahres 2026. Als Treiber gelten weiterhin strukturelle Faktoren: die US-China-Zollkonflikte, ein schwächerer US-Dollar, anhaltende Inflationssorgen sowie wachsende Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank im weiteren Jahresverlauf. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung bis Jahresende derzeit bei rund 68%. JPMorgan Global Research rechnet damit, dass Gold bis zum vierten Quartal 2026 auf 5.000 US-Dollar je Unze steigen könnte; langfristig seien auch 6.000 US-Dollar je Unze möglich. Die Bank erwartet, dass die vierteljährliche Nachfrage von Investoren und Zentralbanken 2026 im Schnitt 585 Tonnen erreichen wird. Silber zog parallel deutlich an und stieg auf 82,52 US-Dollar je Unze; allein am Freitag legte der Preis um 4,74% zu. Der ETF GLD verzeichnet seit Februar anhaltende wöchentliche Mittelzuflüsse.