Kalshi will Perpetual Futures nach 5,5 Mrd. US-Dollar Startvolumen über Krypto hinaus ausweiten

Kalshi treibt die Ausweitung seiner von der CFTC regulierten Perpetual-Futures über Kryptowährungen hinaus voran. Nach Angaben von Bloomberg erreichte das Perpetual-Geschäft in den ersten zwei Wochen ein Handelsvolumen von 5,5 Mrd. US-Dollar. Der Meilenstein folgt weniger als drei Wochen auf die Genehmigung des Bitcoin-Perpetual-Kontrakts von Kalshi durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) am 29. Mai. Damit ist Kalshi die erste in den USA registrierte Handelsplattform, die echte Perpetual Futures als Futures-Produkt listet. Inzwischen sind 11 kryptoreferenzierte Kontrakte aktiv. Mitgründer Tarek Mansour erklärte, man befinde sich mit den Aufsehern in Gesprächen über eine Ausdehnung auf weitere Anlageklassen. Das würde Kalshi vom Prediction-Market-Anbieter zu einer Multi-Asset-Derivatebörse weiterentwickeln. Die Volumenzahl gilt als Belastungstest für das regulatorische Modell, das die CFTC Ende Mai geschaffen hat. Parallel zur Freigabe des BTCPERP-Kontrakts veröffentlichte die Behörde eine Policy-Mitteilung: Perpetual-Kontrakte in Anlageklassen, die nicht von der ursprünglichen Anordnung erfasst sind, sollen eine freiwillige Einzelfallprüfung nach Regulation 40.3 durchlaufen. Damit liegt der formale Weg für Perps auf nicht-krypto-bezogene Commodities, Aktienindizes oder Devisenpaare fest. Zudem adressiert ein CFTC-Hinweis vom 29. Mai zum 24/7-Handel und Clearing die operativen Anforderungen, die zusätzliche Produktkategorien mit sich bringen. Das Expansionssignal passt zur bisherigen Entwicklung. Kalshi hatte im April einen eigenen Commodities Hub für Event-Kontrakte mit Bezug zu Energie-, Metall- und Agrarmärkten gestartet. Offshore wuchs das nominale Jahresvolumen bei Perpetual Futures von 28 Bio. US-Dollar im Jahr 2023 auf über 90 Bio. US-Dollar im Jahr 2025; bis zu diesem Frühjahr war dieser Markt für US-regulierte Handelsplätze nicht zugänglich. Ein No-Action-Letter der CFTC vom 12. Juni, der es anderen Designated Contract Markets (DCMs) ermöglicht, bestehende perpetual-ähnliche Digital-Commodity-Kontrakte bis zu einer Frist am 30. Juni in echte Perpetuals umzuwandeln, deutet darauf hin, dass weitere DCMs nachziehen dürften. Für Kalshi würden Perps auf Aktienindizes oder FX neue Einreichungen nach dem Verfahren gemäß Regulation 40.3 erfordern; der Zeitplan hängt damit vom regulatorischen Tempo ab.