LayerZero sagt 10.000 ETH für DeFi-United-Initiative zu
LayerZero beteiligt sich an der DeFi-United-Initiative, die nach dem 292-Millionen-Dollar-Angriff auf Kelp DAO ins Leben gerufen wurde. Wie CoinDesk berichtet, hat der Krypto-Infrastrukturanbieter am Dienstag angekündigt, 5.000 ETH an DeFi United zu geben und weitere 5.000 ETH zur Erhöhung der Liquidität auf Aave zu hinterlegen. Zusätzlich sollen Maßnahmen vereinbart worden sein, um die Liquidität von GHO, dem Aave-eigenen Stablecoin, zu stärken.
Bei einem Ether-Kurs von rund 2.300 US-Dollar entsprach der Beitrag laut The Block etwa 23 Millionen US-Dollar. Die Zusage folgt fünf Tage nach LayerZeros erster Ankündigung, sich an einem "branchenweiten Wiederherstellungsplan" (inzwischen DeFi United) zu beteiligen, der die Finanzierung für rsETH nach dem Exploit wiederherstellen soll.
Am 18. April nutzte der Angreifer einen komplexen RPC-Poisoning-Angriff auf das dezentrale Validator-Netzwerk (DVN) von LayerZero Labs, um eine Cross-Chain-Nachricht zu fälschen. Darüber wurden nicht gedeckte rsETH über Kelps LayerZero-aktivierten Ethereum-Bridge-Adapter freigesetzt. Rund 107.000 rsETH landeten anschließend in Aaves Kreditpositionen und verursachten erhebliche faule Forderungen, die koordinierte Akteure derzeit abzubauen versuchen.
DeFi United hat inzwischen Zusagen von Dutzenden Protokollen und Einzelpersonen eingesammelt und nach Angaben über 300 Millionen US-Dollar in Ether und Stablecoins erreicht. Aave koordiniert die Initiative und veröffentlichte zuletzt einen detaillierten technischen Recovery-Plan zur Wiederherstellung der rsETH-Unterstützung.
Ein Teil der Beobachter macht LayerZero mitverantwortlich, da KelpDAO eine 1:1-DVN-Konfiguration genutzt habe, bei der ausschließlich LayerZero Labs als Verifizierer fungierte. LayerZero erklärt, man habe eine Multi-DVN-Redundanz empfohlen; Kelp verweist darauf, die Standardkonfiguration verwendet zu haben.
Mit 10.000 ETH zählt LayerZero zu den größten Beitragszahlern. Die Arbitrum DAO stimmt derzeit über die Freigabe von 30.765 ETH ab. Consensys und Joseph Lubin spendeten gemeinsam 30.000 ETH; Mantle stellte zusätzlich ein niedrig verzinstes Darlehen in gleicher Höhe bereit. Auch die Aave DAO führt eine Abstimmung über eine Spende von 25.000 ETH durch; zusammen mit einer Spende von 5.000 ETH von Aave-Gründer Stani Kulechov würde dies die Gesamtsumme weiter erhöhen. Kelp steuerte 2.000 ETH bei. Circle unterstützt den Plan zudem durch den Kauf von AAVE-Token.
Neben zahlreichen kleineren anonymen Beiträgen gibt es Unterstützung weiterer Protokolle, unter anderem von Lido. Der Kelp-DAO-Hack scheint zudem eine Kettenreaktion im DeFi-Sektor ausgelöst zu haben: Laut Daten von The Block fiel der Total Value Locked (TVL) der Branche von rund 95 Milliarden US-Dollar vor dem Angriff auf 80 Milliarden US-Dollar. Der TVL von Aave auf dem Ethereum-Mainnet sank im selben Zeitraum von über 32 Milliarden US-Dollar auf 20,3 Milliarden US-Dollar.