Lombard wechselt von LayerZero zu Chainlink CCIP – Abwanderung inzwischen über 4 Mrd. US-Dollar nach 292 Mio.-Hack

Lombard ist das jüngste Protokoll, das LayerZero den Rücken kehrt und auf Chainlinks Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) umstellt. Die jüngste Migrationswelle hat den Gesamtwert, der von LayerZero abgezogen wurde, auf mehr als 4 Mrd. US-Dollar steigen lassen. Auslöser war eine Eskalation nach einem Exploit im April 2026: Über Kelp DAOs LayerZero-basierte Bridge wurden 116.500 rsETH (rund 292 Mio. US-Dollar) abgezogen. LayerZero räumte ein, man habe "einen Fehler gemacht", indem in der genutzten Konfiguration ein eigenes Verifier-Netzwerk hochpreisige Assets absicherte. Gleichzeitig erklärte das Team, das Single-Verifier-Setup sei nicht formell von Mitarbeitern freigegeben worden. Kurz darauf folgten mehrere prominente Abgänge. Kraken kündigte an, LayerZero als exklusive Cross-Chain-Infrastruktur für kBTC und alle künftigen Kraken-wrapped Assets durch Chainlink CCIP zu ersetzen. Als Gründe nannte das Unternehmen Enterprise-Sicherheit sowie Chainlinks ISO-27001- und SOC-2-Type-2-Zertifizierungen. Kelp DAO migrierte rsETH Anfang Mai zu CCIP, während die Diskussionen über die Verantwortung für den Hack anhielten. Weitere große Verlagerungen: Solv Protocol stellte am 7. Mai tokenisiertes Bitcoin-Volumen in Höhe von 700 Mio. US-Dollar (inklusive SolvBTC und xSolvBTC) auf CCIP um. re.xyz verlagerte 475 Mio. US-Dollar an TVL. Beide Projekte verwiesen auf das Sicherheitsmodell von CCIP mit 16 unabhängigen Validator-Nodes und integrierten Rate-Limits. Chainlink positioniert CCIP mit hoher Aktivität und zertifizierter Sicherheit: Das Protokoll habe kumuliert mehr als 28 Bio. US-Dollar an On-Chain-Transaktionswert unterstützt und komme im Schnitt auf etwa 90 Mio. US-Dollar an wöchentlichen Token-Transfers. Chainlink sei zudem die einzige Oracle-Plattform mit ISO 27001 und SOC 2 Type 2. LayerZero reagierte auf Abflüsse und den Exploit, indem es die Unterstützung für 1-of-1-DVN-Konfigurationen entfernte und die meisten Routen auf strengere 5-of-5-Verifier-Setups umstellen will. Zugleich betonte das Team, dass trotz der Migrationen seit dem 19. April weiterhin über 9 Mrd. US-Dollar an gebridgten Assets über die LayerZero-Infrastruktur bewegt wurden. Die Serie an Migrationen unterstreicht die wachsende Sensibilität des Marktes für Cross-Chain-Sicherheit. Geprüfte, unternehmensgeeignete Infrastruktur gewinnt an Gewicht, zumal Bridges weiterhin zu den am häufigsten angegriffenen Schichten im DeFi-Ökosystem zählen.