New Yorks Generalstaatsanwältin verklagt Coinbase und Gemini wegen Vorwürfen zu illegalen Prognosemärkten

New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James hat am Dienstag Klagen gegen Coinbase Financial Markets und Gemini Titan eingereicht. Nach Angaben von Reuters wirft sie beiden Anbietern vor, mit ihren Prognosemarkt-Plattformen nach dem Recht des Bundesstaats ein illegales Glücksspielgeschäft zu betreiben. Reuters zufolge wurden die Verfahren am 21. April beim Staatsgericht in Manhattan anhängig gemacht. Die Behörde argumentiert, dass Nutzer dort auf Ergebnisse von Sportereignissen und Wahlen setzen beziehungsweise entsprechende Kontrakte handeln konnten, ohne dass die Unternehmen über eine Lizenz der New York State Gaming Commission verfügten. Bloomberg berichtete ebenfalls über die rechtlichen Schritte. Ein zentraler Punkt der Klagen: Beide Plattformen sollen auch Kunden im Alter von 18 bis 20 Jahren den Zugang ermöglicht haben. In New York liegt das Mindestalter für mobiles Sportwetten-Angebot bei 21 Jahren. James stuft die Produkte als Glücksspiel ein, weil die Ergebnisse vom Zufall oder von Faktoren abhängen, die außerhalb der Kontrolle der Nutzer liegen. Diese Einordnung gelte unabhängig davon, wie die Unternehmen ihre Angebote bezeichnen. In einer von Reuters zitierten Erklärung sagte James: "Glücksspiel unter anderem Namen bleibt Glücksspiel und ist nicht von der Regulierung nach unseren Gesetzen und unserer Verfassung ausgenommen." Die Generalstaatsanwältin beantragt die Abschöpfung mutmaßlich illegaler Gewinne, zivilrechtliche Strafen in dreifacher Höhe dieser Gewinne sowie Entschädigungen für betroffene Kunden. Außerdem soll Coinbase und Gemini untersagt werden, Einsätze von Nutzern unter 21 Jahren anzunehmen und ihre Plattformen auf College-Campussen zu bewerben.