Robinhood: Krypto-Umsatz im Q1 halbiert; Visa erweitert Stablecoin-Netzwerk auf neun Chains; CLARITY-Act-Markup für Mai angesetzt

Laut einem ChainCatcher-Bericht auf Basis von BBX-Daten gab es gestern sowohl bei der Krypto-Berichtssaison als auch beim Ausbau der Stablecoin-Infrastruktur wichtige Entwicklungen. Robinhood Markets, Inc. (NASDAQ: $HOOD) veröffentlichte nach Börsenschluss am 28. April die Zahlen für das 1. Quartal 2026 und reichte ein SEC-Formular 8-K ein. Der Umsatz lag bei 1,07 Mrd. US-Dollar (15% gegenüber Vorjahr) und damit unter der Analystenerwartung von 1,14 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte EPS belief sich auf 0,38 US-Dollar und verfehlte den Konsens von 0,39 US-Dollar knapp. Die Erlöse aus dem Krypto-Handel brachen um 47% auf 134 Mio. US-Dollar ein (Vorjahr: 252 Mio. US-Dollar); das Krypto-Handelsvolumen sank um 48% auf 24 Mrd. US-Dollar. Damit meldete das Unternehmen zum dritten Quartal in Folge rückläufige Krypto-Erlöse. Deutlich zulegen konnte das Geschäft mit Event Contracts (Prediction Markets): Die entsprechenden Erlöse stiegen um 320% auf 147 Mio. US-Dollar und übertrafen damit erstmals die Krypto-Erlöse als größte Quelle der Trading-Umsätze. Das Kontraktvolumen erreichte im Quartal mit 8,8 Mrd. Kontrakten einen Rekord. Nach Veröffentlichung der Zahlen schloss $HOOD rund 13,24% tiefer bei 71,20 US-Dollar. Visa Inc. (NYSE: $V) teilte am 29. April per offizieller BusinessWire-Mitteilung mit, dass das Unternehmen fünf weitere Blockchains — Arc, Base, Canton, Polygon und Tempo — in sein globales Pilotprogramm für Stablecoin-Abwicklung aufgenommen hat. Damit steigt die Zahl der unterstützten Netzwerke auf neun (zuvor: Ethereum, Solana, Avalanche, Stellar). Das annualisierte Volumen der Stablecoin-Abwicklungen erreichte 7 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 50% gegenüber dem Vorquartal. Das Pilotprogramm ermöglicht Issuern und Acquirern, Transaktionen per Stablecoins statt über klassische Bankeninfrastruktur abzuwickeln; es umfasst derzeit mehr als 50 Länder und über 130 kartenbasierte Programme mit Stablecoin-Bezug. Zudem wurde es auf USDC-Abwicklungen mit der U.S. Bank ausgeweitet. Am 29. April bestätigte Senatorin Cynthia Lummis öffentlich, dass die Markup-Anhörung zum CLARITY Act im Senatsausschuss für Banken für Mai 2026 angesetzt ist. Zeitgleich kündigte die SEC an, am 3. Mai eine Roundtable-Diskussion zu Themen im Zusammenhang mit dem CLARITY Act abzuhalten. Das deutet auf eine beschleunigte Abstimmung zwischen Regulierungsbehörden und Gesetzgeber hin und stützt die zuvor im Markt erwartete Zeitplanung "Ende Mai".