US-Börsenaufsicht SEC plant "Innovationsausnahme" für tokenisierte Wertpapiere
Laut Huo Xing Finance hat SEC-Vorsitzender Paul Atkins anlässlich seines ersten Amtsjahres bei einer Rede im Economic Club of Washington angekündigt, die Behörde treibe eine Reform ihres Regulierungsrahmens für digitale Vermögenswerte im Rahmen der Strategie "ACT" voran. Ziel sei es, die Regulierung zu modernisieren, Zuständigkeitsgrenzen zu präzisieren und das Regelwerk neu aufzusetzen.
Für Krypto-Assets habe die SEC ein Klassifizierungssystem für Krypto-Token veröffentlicht, das digitale Vermögenswerte in fünf Kategorien einteilt; vier davon gelten demnach nicht als Wertpapiere. Atkins sagte, die SEC bereite zudem einen Mechanismus einer "Innovationsausnahme" vor. Dieser soll Marktteilnehmern einen begrenzten, regelkonformen Rahmen geben, um Transaktionen mit tokenisierten Wertpapieren onchain abzuwickeln.
Parallel dazu habe die Behörde "Project Crypto" gestartet, um Wertpapierregeln und Aufsichtssysteme an den Trend anzupassen, dass Teile der Kapitalmärkte onchain verlagert werden. Außerdem habe die SEC im vergangenen Monat eine Absichtserklärung (MOU) mit der CFTC unterzeichnet, um zentrale Definitionen anzugleichen, Aufsichtsmandate zu klären und die Überwachung gemeinsamer Themen, einschließlich digitaler Vermögenswerte, zu koordinieren. Atkins ergänzte, der frühere US-Ansatz bei der Regulierung von Krypto-Assets habe dazu geführt, dass Innovationen ins Ausland abgewandert seien.