Solana Foundation gewährt Aave USDT-Kredit inmitten von DeFi-Liquiditätsstress

Wie CoinDesk berichtet, hat Lily Liu, Vorsitzende der Solana Foundation, einen USDT-Kredit an Aave angekündigt. Ziel ist es, die Erholung des DeFi-Ökosystems zu stützen. Die Aussage folgte auf eine kurzfristige Aussetzung des Aave-Marktes auf Ethereum, nachdem es infolge einer KelpDAO-Schwachstelle zu Abhebungen in Höhe von 6 Mrd. US-Dollar gekommen war und die Liquidität unter Druck geriet. Der USDT-Kredit orientiert sich an einem früheren Kooperationsmodell zwischen der Solana Foundation und Aave. Parallel dazu wird ein Polymarket-Kontrakt zur Solana-Preisprognose bis April 2026 beobachtet, dessen Zielmarke bei 150 US-Dollar liegt. Der Kontrakt weist "15% Yes" aus; bis zur finalen Abrechnung verbleiben sechs Tage. Marktrelevant ist zudem, dass die Governance die Bereitstellung von Aave V3 auf Solana bereits genehmigt hat; der Start wird in Kürze erwartet. Damit würde Solana zur direkten Hosting-Plattform eines der größten Kreditprotokolle im DeFi-Sektor, was potenziell neues TVL sowie zusätzliche Kredit- und Leihaktivität auf die Chain bringen kann. Der Kredit der Foundation gilt als Signal, dass sie DeFi-Infrastruktur in Phasen angespannter Liquidität aktiv stützt. Mit Blick auf die aktuelle Ausgangslage gilt das 150-Dollar-Ziel bei begrenzter Restlaufzeit als anspruchsvoll. Die Beteiligung von BlackRock und Fidelity wird als Hinweis auf institutionelles Interesse an Solana gewertet, der Kontrakt muss aber innerhalb von sechs Tagen abgerechnet werden. Als wichtige Kurstreiber gelten der offizielle Launch von Aave V3 auf Solana, mögliche Upgrade-Ankündigungen von Solana Labs sowie die Frage, ob sich die Liquiditätslage auf Ethereum nach dem Exploit stabilisiert oder weiter verschärft.