Südkorea legt Fahrplan für Won-Konvertibilität und won-gestützte Stablecoins vor

KI-Marktzusammenfassung
Südkoreas Fahrplan zur Liberalisierung der Devisenregeln und zur Schaffung eines rechtlichen Rahmens für won-gestützte Stablecoins im Rahmen des Digital Asset Basic Act signalisiert eine schnellere Integration tokenisierten Geldes in die Mainstream-Finanzwelt. Ausgeweitete BOK-Pilotprojekte (Wholesale-CBDC-Verknüpfungen, Einlagentokens) und eine Offshore-Infrastruktur für Won-Abwicklungen könnten grenzüberschreitende Reibungen verringern, eine breitere Nutzbarkeit des KRW in digitalen Zahlungen unterstützen und zugleich Emission und Aufsicht auf bankgeführte Strukturen und koordinierte Überwachung konzentrieren.
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Südkorea hat einen umfassenden Fahrplan vorgestellt, um den Won frei konvertierbar zu machen. Kern des Plans sind weitere Devisenmarkt-Liberalisierungen sowie ein rechtlicher und technischer Rahmen für won-gestützte Stablecoins und modernisierte digitale Zahlungssysteme. Nach einem Bericht von Etnews vom 19. Juli haben die Financial Services Commission, die Bank of Korea (BOK), der Financial Supervisory Service und die Korea Securities Depository das Paket gemeinsam angekündigt. Ziel ist es, Zeit- und Ortsbeschränkungen beim Won-Handel abzubauen und grenzüberschreitende Kapitalflüsse effizienter zu gestalten. Ein zentraler Baustein ist Gesetzgebung im Rahmen des anstehenden Digital Asset Basic Act. Dieser soll ein einheitliches Regelwerk für Kryptowährungen und Stablecoins schaffen und won-denominierte Stablecoins ausdrücklich als zulässige Emissionskategorie verankern. Die BOK will parallel die Pilotprogramme ausweiten, die eine Wholesale-CBDC mit tokenisierten Staatsanleihen verknüpfen. Zudem plant sie die Teilnahme am Project Agora der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS), um Infrastruktur für grenzüberschreitende digitale Zahlungen zu entwickeln. Bei Stablecoins setzt die Zentralbank auf bankgeführte Konsortien. Aus Sicht der BOK bietet die bestehende Bankenaufsicht robustere Schutzmechanismen für Finanzstabilität und Verbraucher. Regulierer schlagen außerdem die Einrichtung eines gesetzlich verankerten Politikgremiums vor, das die Aufsicht zwischen den Behörden koordinieren soll. Unabhängig davon baut die BOK ihr Programm für Deposit Tokens weiter aus, die von Stablecoins abzugrenzen sind. Deposit Tokens sind Blockchain-Abbilder von Einlagen bei Geschäftsbanken und werden über die Wholesale-CBDC-Infrastruktur der BOK emittiert. Als Anwendungsfälle nennt die Zentralbank unter anderem staatliche Zuschüsse, öffentliche Gutscheine, Zahlungen an E-Ladesäulen und weitere Alltagsdienste. Zur Unterstützung der grenzüberschreitenden Nutzung setzt die Regierung auf Devisenreformen. Nach der Einführung eines 24-Stunden-Devisenhandels zu Monatsbeginn soll ein Offshore-Abwicklungsnetz für den Won aufgebaut werden, das über die BOK gesteuert wird. Ausländische Finanzinstitute, die sich als Offshore-Won-Abwicklungsstellen registrieren, würden es Nutzern im Ausland ermöglichen, Won über Offshore-Konten zu halten, zu transferieren und abzuwickeln, ohne ein Bankkonto in Südkorea eröffnen zu müssen. Zudem will die Regierung die Meldegrenzen für Fremdwährungskredite und Kapitaltransaktionen deutlich anheben. Langfristig ist ein Wechsel von einem Vorabgenehmigungsregime zu einem Modell mit nachgelagerter Meldung vorgesehen. Das soll administrative Reibungsverluste bei grenzüberschreitenden Won-Flüssen verringern und die Regeln stärker an die internationale Nutzung digitaler Vermögenswerte anpassen, einschließlich won-gestützter Stablecoins. Sollte der Fahrplan umgesetzt werden, könnte er die Verbreitung won-gekoppelter digitaler Instrumente beschleunigen, CBDC-basierte Dienste in die Praxis bringen und den Won für internationale Investoren und Unternehmen leichter zugänglich machen. Gleichzeitig zeichnet sich eine regulatorische Präferenz für eine starke Einbindung der Banken und eine eng koordinierte Aufsicht ab, während Südkorea tokenisiertes Geld und digitale Zahlungen stärker in sein Finanzsystem integriert.