Südkoreas FSS untersucht "Geister-Bitcoin" nach Bithumb-Fehltransfer, der CEX-Lizenzen gefährdet
Die fehlerhaften Bitcoin-Überweisungen von Bithumb haben am 9. Februar Besorgnis bei Lee Chan-jin, dem Gouverneur der Financial Supervisory Service, ausgelöst, der den Fall als "Katastrophe" bezeichnete und eine umfassende branchenweite Überprüfung sogenannter "Buchtransaktionen" forderte, bei denen virtuelle Vermögenswerte gehandelt werden, ohne tatsächlich gehalten zu werden, berichtet newspim. Bei einer Pressekonferenz am Hauptsitz der Financial Supervisory Service in Seoul zum Geschäftsplan 2026 erklärte Lee, dass nach dem Vorfall Vor-Ort-Inspektionen begonnen hätten und bei Verdacht auf Rechtsverstöße eine vollständige Untersuchung folgen werde, wobei nach Verabschiedung des vorgeschlagenen "Digital Asset Basic Act" Sanktionen bis hin zu Lizenzmaßnahmen möglich seien, die den Betrieb von Börsen für virtuelle Vermögenswerte gefährden könnten. Lee betonte, das Kernproblem bestehe darin, dass Bithumb Geschäfte mit "virtuellen" Coins ausführte, die es nicht besaß, und wies darauf hin, dass auch andere Börsen überprüft würden, da dies das Vertrauen in Handelsplattformen für virtuelle Vermögenswerte untergrabe. Den angeführten Daten zufolge hielt Bithumb im September letzten Jahres nur 175 BTC für sich selbst und 42.619 BTC im Auftrag von Kunden, insgesamt 42.794 BTC, während die fehlerhaften Überweisungen etwa 620.000 BTC erreichten, mehr als das 14-fache dieses Bestands, was bedeutet, dass rund 580.000 "Geister"-Bitcoins durch eine auf internen Büchern basierende Buchtransaktionsstruktur ausgegeben wurden, die selbst legal ist, in diesem Fall jedoch keine Sicherheitsvorkehrungen gegen die Auszahlung nicht existierender Vermögenswerte aufwies.