Spaniens CNMV warnt kurz vor Ende der MiCA-Übergangsfrist am 30. Juni

Laut einem Bericht von Bitcoin.com hat die spanische Finanzmarktaufsicht CNMV am Montag eine dringliche Warnung an Anbieter von Krypto-Dienstleistungen (VASP) veröffentlicht. Im Fokus steht das nahende Ende der MiCA-Übergangsregelung: Ab dem 30. Juni gilt die bisherige Schonfrist nicht mehr, und nur noch ordnungsgemäß zugelassene VASP dürfen in Spanien tätig sein. Die CNMV betonte, dass Investoren nicht mit Unternehmen handeln sollten, die ihr Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen haben. Solche Anbieter könnten die in der Regulierung vorgesehenen Schutz- und Aufsichtsmechanismen nicht in Anspruch nehmen. VASP, die ohne MiCA-Zulassung in Spanien aktiv sind, können nach Angaben der Behörde einen Migrationsplan aufsetzen, um Kundengelder zu verwalten. Dazu zählt auch, Vereinbarungen mit bereits zugelassenen VASP zu schließen, damit Kunden weiterhin Zugang zu Krypto-Services behalten. Die CNMV fordert, dass ein solcher Plan einen angemessenen Zeitrahmen für Auszahlungen festlegt. Nach Abschluss der Migration sollen nicht abgehobene Krypto-Assets und Gelder an ein zugelassenes Institut übertragen und betroffene Kunden entsprechend informiert werden. Cris Carrascosa, CEO von ATH21, erklärte, dass 15 Tage vor Inkrafttreten der neuen Regeln weniger als die Hälfte der VASP eine MiCA-Lizenz erhalten habe. Das deute darauf hin, dass Unternehmen und Nutzer in Europa mit erheblichen Serviceunterbrechungen rechnen müssten.