Strategy reagiert auf Debatte um Bitcoin-Verkauf und kauft 1.550 BTC

Laut einem Bericht von CoinDesk hat Strategy die Diskussion um den Verkauf von 32 Bitcoins erneut aufgegriffen und seine Position präzisiert. Aus Unternehmensangaben geht hervor, dass Mitgründer Michael Saylor zuletzt betonte, er habe nie behauptet, Strategy werde "niemals" Bitcoins verkaufen. Seine wiederholte Botschaft habe sich vor allem an Privatanleger gerichtet: Bitcoins nicht vorschnell veräußern. Saylor trennt dabei persönliche Überzeugungen von der Verwaltung einer Unternehmensreserve. Auf der Bitcoin Conference in Prag wies Saylor Kritik zurück und erklärte, die langfristige Haltehaltung einer Einzelperson sei nicht mit Treasury-Management im Unternehmen gleichzusetzen. Firmen könnten kleine Teile ihrer Bestände verkaufen, um Finanzierungsbedarf zu decken oder operative Anforderungen zu erfüllen. Auslöser der aktuellen Debatte war eine frühere Transaktion über 32 BTC, die den genannten Zahlen zufolge rund 2,5 Mio. US-Dollar entsprach. Einige Bitcoin-Befürworter sahen darin einen Widerspruch zur langjährigen "don't sell Bitcoin"-Rhetorik, wenn sich das Unternehmen zugleich die Option eines Verkaufs offenhält. CEO Phong Le hatte die Bedeutung des Vorgangs zuvor heruntergespielt und ihn als Test interner Abläufe bezeichnet; die externe Reaktion sei überzogen gewesen. Die Erklärung konnte die Kontroverse jedoch nicht vollständig beenden. In der Folge baute Strategy seine Bestände weiter aus. Den Offenlegungen zufolge kaufte das Unternehmen zwischen dem 1. und 7. Juni zusätzliche 1.550 Bitcoins für insgesamt etwa 101 Mio. US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei rund 65.332 US-Dollar je Bitcoin. Mit dem jüngsten Update steigen die Bestände auf 845.256 BTC. Strategy bleibt damit nach eigenen Angaben der weltweit größte Unternehmenshalter von Bitcoin. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten beziffert das Unternehmen auf rund 75.699 US-Dollar pro Coin. Bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 62.560 US-Dollar liegt Strategy weiterhin auf Buchverlustbasis. Der Bericht stellt zudem heraus, dass der Bestandsaufbau nach der Debatte um den Verkauf der 32 BTC erfolgte und damit keine grundsätzliche Richtungsänderung der Bitcoin-Treasury-Strategie erkennen lässt.