Oberhaus bremst Bank of England bei Stablecoins – Kritik an zu strengen Auflagen
Das britische House of Lords drängt die Bank of England (BoE), ihre geplanten Stablecoin-Regeln zu entschärfen. Ein parteiübergreifender Ausschuss warnt, der Entwurf sei zu schwerfällig und könnte das Vereinigte Königreich im Wettbewerb mit den USA und der EU zurückfallen lassen.
Im Zentrum der Kritik stehen zwei Vorschläge: eine Halteobergrenze von £20.000 pro Person sowie die Vorgabe, 40% der Reserven bei der Zentralbank zu parken. Der Ausschuss argumentiert, der Markt für an das Pfund gekoppelte Stablecoins sei klein und noch in der Entstehung – Einschränkungen, die auf Risiken abzielen, die bislang nicht sichtbar seien, könnten das Segment abwürgen.
Zudem zeigt der Blick auf den globalen Markt den Aufholbedarf: Rund 98% der Stablecoins sind an den US-Dollar gekoppelt. Nach Einschätzung des Ausschusses darf Großbritannien die Entwicklung nicht durch überzogene Vorgaben ausbremsen.