Frühe Bitcoin-Unterstützer setzen angesichts der Rückkehr des Privatsphäre-Narrativs verstärkt auf Zcash
BlockBeats berichtet am 16. Mai unter Berufung auf das WSJ: Während Bitcoin schrittweise im Mainstream ankommt und einen Teil seiner frühen "Privatsphäre-Eigenschaften" einbüßt, rückt die Privacy-Coin Zcash wieder stärker in den Fokus einiger Krypto-Pioniere. Mehrere frühe Bitcoin-Befürworter, darunter die Winklevoss-Brüder, Mitgründer der Handelsplattform Gemini, sollen ihre Zcash-Positionen ausbauen. Sie verweisen auf den Mechanismus der "shielded transactions", der eher den ursprünglichen Idealen von Bitcoin entspreche.
Auch Grayscale Investments erhöht dem Bericht zufolge den Druck, seinen Zcash-Trust in ein ETF-Produkt umzuwandeln, um den Zugang für institutionelle wie auch private Anleger zu erleichtern. Grayscale-Gründer Barry Silbert bezeichnete Zcash als "den Bitcoin von 2013" und hob hervor, dass damit die frühe Faszination des Kryptomarkts für Privatsphäre und Dezentralisierung neu belebt werde.
Am Markt zeigt Zcash zuletzt deutliche Dynamik: Der Kurs legte im vergangenen Monat um rund 50% zu und liegt auf Jahressicht bei mehr als 1.000% – damit klar vor Bitcoin. Zugleich bleibt Zcash mit einer Marktkapitalisierung von etwa 8,9 Mrd. US-Dollar deutlich kleiner als Bitcoin und gilt entsprechend als volatilere Small-Cap-Anlage.
Als zentralen Treiber der Rally nennt der Bericht die "Rückkehr des Privatsphäre-Narrativs". Vor dem Hintergrund strengerer globaler Regulierung und zunehmender Transparenz on-chain bewertet der Markt die Bedeutung finanzieller Privatsphäre neu – begleitet von wachsenden regulatorischen Bedenken wegen Geldwäsche und illegaler Nutzung.