Simbabwe holt den Krypto-Untergrund ans Licht – Lizenz kostet 500 US-Dollar pro Jahr
Simbabwe hat sein erstes Regelwerk für Kryptowährungen vorgelegt und bringt damit einen bislang weitgehend informellen Markt in geordnete Bahnen. Künftig muss sich jedes Unternehmen, das mit virtuellen Vermögenswerten zu tun hat, bei der Financial Intelligence Unit registrieren lassen. Die Gebühr liegt bei 500 US-Dollar pro Jahr; wer ohne Registrierung tätig ist, begeht nun eine Ordnungswidrigkeit.
Damit endet de facto die Ära des Krypto-Untergrunds. Bereits 2018 hatte Harare Banken den Umgang mit Kryptowährungen untersagt. In der Folge verlagerte sich der Markt auf Peer-to-Peer-Handel und Social-Media-Kanäle – und wuchs trotz wiederholter Währungskrisen weiter. Lokale Händler werten den Schritt laut Reuters als überfällige Normalisierung: Der Handel müsse nicht länger im Verborgenen stattfinden.
Auch der Blick der Aufseher auf den Kontinent wird schärfer. Afrikas Onchain-Volumen erreichte im vergangenen Jahr 205 Mrd. US-Dollar – eine Größenordnung, die Regulierungsbehörden zunehmend auf den Plan ruft.