Eisenerzindustrie setzt auf starkes Wachstum – grüner Stahl verliert an Schwung

Getrieben von Plänen, Indiens Stahlproduktion von 168 Millionen Tonnen auf 400 Millionen Tonnen bis 2035 auszuweiten, sowie der beschleunigten Industrialisierung in Südostasien dürfte die globale Nachfrage nach Eisenerzimporten deutlich steigen. Rio Tinto rechnet bis 2035 mit einer Angebotslücke von 650 Millionen Tonnen, weil bestehende Minen schneller auslaufen als neue Projekte hochfahren, darunter Simandou in Guinea. Gleichzeitig wird neue Stahlkapazität in Asien überwiegend über die kostengünstige, aber emissionsintensive Hochofen-Konverterroute aufgebaut, während grüner Stahl mit weniger als 4% Anteil vorerst eine Nebenrolle bleibt. Diese Entwicklung stützt die Eisenerzpreise.