Stichwahl in Peru: Keiko Fujimori liegt nach der Abstimmung am 7. Juni mit mehr als 36.000 Stimmen vor Roberto Sánchez
In der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru vom 7. Juni liegt Keiko Fujimori mit mehr als 36.000 Stimmen knapp vor Roberto Sánchez, während die Wahlbehörden das endgültige Ergebnis wegen Hunderttausender angefochtener Stimmzettel erst im Juli erwarten. Ausgezählt sind 99,1%, zugleich zeigt die Auszählung eine starke Spaltung: Fujimori dominiert die Auslandsstimmen um rund 80.000, liegt aber im Inland um 43.000 zurück. Politisch stehen sich beide Lager scharf gegenüber: Fujimori wirbt mit mehr Investitionen in Sicherheit und einer Reform des Bildungssystems, Sánchez stellt die Unabhängigkeit der Zentralbank infrage und will Reserven für öffentliche Investitionen nutzen. Der Sieger tritt am 28. Juli eine fünfjährige Amtszeit an.