Irische Behörden sichern 30 Mio. US-Dollar aus Bitcoin-Bestand eines Drogendealers und übertragen Mittel an Coinbase
KI-Marktzusammenfassung
Irische Behörden stellten 500 BTC (~30,85 Mio. $) sicher und transferierten sie zu Coinbase, wodurch sich die insgesamt aus denselben Wallets beschlagnahmte Menge auf ~1.500 BTC erhöhte, während ein mit Tim Draper verknüpftes Wallet ebenfalls 1.000 BTC bei Coinbase einzahlte. Diese Einzahlungen an Börsen fielen mit einer höheren Exchange-Supply-Ratio zusammen, was auf eine erhöhte kurzfristige Verfügbarkeit auf der Verkaufsseite hindeutet. Die genannten Momentum-Indikatoren bleiben schwach, wodurch Händler den Fokus auf ein potenzielles Distributionsrisiko richten.
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Der irische Drogendealer Clifton Collins sorgt erneut für Schlagzeilen: Irische Behörden haben weitere Teile seiner beschlagnahmten Bitcoin wiedererlangt. Collins soll zwischen 2011 und 2012 rund 6.000 BTC erworben haben. Nach einer drogenbezogenen Festnahme wurde er 2017 inhaftiert. Vor der Festnahme druckte er seine Seed-Phrase aus und versteckte sie in einer Angelrute. Später räumte der Vermieter das Haus und entsorgte Collins' Habseligkeiten auf einer Deponie – darunter auch die privaten Schlüssel.
Im Jahr 2026 setzten die Behörden die Wiederbeschaffung fort und veräußern die wiedererlangten Bestände als Erlöse aus Straftaten. Nach Angaben aus der Blockchain-Analyse gelang es, 500 BTC im Gegenwert von 30,85 Mio. US-Dollar aus Collins' Wallet zu sichern und bei Coinbase zu hinterlegen. Damit steigt die Gesamtsumme der aus seinen Wallets zurückgeholten Vermögenswerte auf 1.500 BTC, aktuell rund 103 Mio. US-Dollar.
Auf dem Höchststand hatten die 6.000 BTC einen Wert von etwa 757 Mio. US-Dollar. Trotz der jüngsten Sicherstellung lagen auf Collins' Adressen weiterhin 4.500 BTC im Wert von rund 276 Mio. US-Dollar. Mehr als neun Adressen blieben unberührt; ob sich die gleiche Entschlüsselungsmethode auch für künftige Schritte anwenden lässt, haben die Behörden bislang nicht bestätigt. Der Vorgang deutet dennoch darauf hin, dass unter bestimmten Umständen auch lang inaktive Wallets zugänglich sein können. Quelle: Arkham.
Parallel dazu registrierte der Markt weitere Verkaufsaktivität von einem langfristigen Investor. Lookonchain meldete, eine Tim Draper zugeordnete Wallet habe 1.000 BTC im Wert von 61,82 Mio. US-Dollar bei Coinbase eingezahlt. Quelle: Arkham.
Draper hatte 2014 bei einer Auktion des U.S. Marshals Service 29.656 BTC aus beschlagnahmten Silk-Road-Beständen erworben. Der Kaufpreis lag bei rund 18,7 Mio. US-Dollar, entsprechend etwa 632 US-Dollar je BTC. Zeitweise waren diese Bestände etwa 3,74 Mrd. US-Dollar wert, bevor der Wert auf ungefähr 1,8 Mrd. US-Dollar zurückging.
Die mit Collins und Draper verbundenen Transfers fielen mit einem Anstieg der Bitcoin Exchange Supply Ratio zusammen. Die Kennzahl stieg auf ein Dreiwochenhoch von 0,134. Quelle: CryptoQuant.
Eine steigende Exchange Supply Ratio gilt als Hinweis, dass mehr Marktteilnehmer BTC auf Börsen transferieren, was potenziell den Verkaufsdruck erhöht. Auch höhere Exchange Inflows belasteten die Stimmung. Der Stochastic Momentum Index blieb im negativen Bereich. Zwar erholte sich BTC auf 62.000 US-Dollar und der Stochastic Momentum Index legte leicht zu, die Aufwärtsdynamik blieb jedoch schwach. Der ADX stützte dieses Bild: Der negative Index verharrte auf erhöhtem Niveau bei 23. Quelle: TradingView.
In der Gesamtschau sprechen die Indikatoren für eine fragile Marktstruktur, die weitere Rücksetzer begünstigen könnte. Hält die Verkaufsaktivität an, könnte BTC erneut auf 60.000 US-Dollar fallen. Stabilisiert sich die jüngste Erholung, rückt der Widerstand bei 65.600 US-Dollar in den Fokus.