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2026-07-03
vor 2 Std.
Standard Chartered erste GSIB-Bank mit USDC-Präge- und Rücknahmeservice
Standard Chartered hat eine Partnerschaft mit Circle Internet Group, Inc. (NYSE: CRCL) geschlossen und bietet als erste global systemrelevante Bank (GSIB) institutionellen Kunden das direkte Minting und die Rücknahme von USDC an. Der Start erfolgt über die DIFC-Einheit (Dubai International Financial Centre) der Bank in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit dem Angebot können berechtigte Kunden USDC über Standard Chartered beziehen oder zurückgeben, ohne dafür separate Konten bei Circle eröffnen zu müssen. Circle stellt dafür die Infrastruktur als Emittent von USDC über regulierte Einheiten bereit. Die Bank positioniert sich damit als erste lizenzierte GSIB, die integrierte USDC-Minting- und Redemption-Services anbietet. Standard Chartered und Circle bauen damit auch ihre Zusammenarbeit im Circle Payments Network (CPN) aus. Standard Chartered bringt dort nach eigenen Angaben Know-how zu Effizienz im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, Sicherheit und Compliance ein. Die Kooperation ist Teil der Digital-Asset-Strategie von Standard Chartered und richtet sich an die wachsende Nachfrage institutioneller Investoren nach regulierten Stablecoins. Durch die Einbindung der USDC-Infrastruktur in die globale Banking-Plattform der Bank soll sich das Onboarding vereinfachen und das Liquiditätsmanagement beschleunigen. Anwendungsfälle umfassen grenzüberschreitende Zahlungen, Treasury-Prozesse und Onchain-Abwicklung. Roberto Hoornweg, CEO Corporate and Investment Banking bei Standard Chartered, betonte die Bedeutung des Schritts: "Digital Assets werden zu einem zunehmend kritischen Bestandteil der globalen Finanzinfrastruktur, und institutionelle Kunden erwarten das gleiche Maß an Vertrauen und Governance wie in traditionellen Märkten. Mit diesem Launch übertragen wir diese Standards auf einen neuen und sich entwickelnden Bereich des Finanzsystems." Marktbeobachter erwarten, dass ein GSIB-Angebot mit integrierter USDC-Prägung und -Rücknahme die Stablecoin-Adoption im Bankensektor beschleunigen könnte. Der Rollout über den DIFC gilt als Blaupause für regulierte Blockchain-Zahlungslösungen, schnellere Settlements und effizientere Cross-Border-Transaktionen. Zusätzlichen Rückenwind könnte zunehmende regulatorische Klarheit geben. Mit konkreteren Leitplanken für Stablecoins – genannt wird der GENIUS Act – sinkt aus Sicht vieler Banken die Hemmschwelle, entsprechende Digital-Asset-Services anzubieten. Parallel steigt das Interesse an tokenisierten Einlagen, digitaler Verwahrung und blockchainbasierten Zahlungslösungen. Die Marktschätzungen bleiben ambitioniert: Standard Chartered rechnet damit, dass der Stablecoin-Markt bis 2028 ein Volumen von 2 Bio. US-Dollar erreichen könnte. Mordor Intelligence erwartet 1,16 Bio. US-Dollar bis 2031. Risiken für die Finanzstabilität und eine mögliche Verlagerung von Bankeinlagen bleiben zentrale Diskussionspunkte. Banken, die regulierte Stablecoins wie USDC früh integrieren, könnten sich im digitalen Finanzgeschäft Wettbewerbsvorteile sichern. Hinweis: Die Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Für mögliche Verluste im Zusammenhang mit der Nutzung genannter Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen wird keine Verantwortung übernommen. Vor Handlungen im Zusammenhang mit dem genannten Unternehmen ist Vorsicht geboten.
USDC
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vor 2 Std.
Securitize startet mit SECZ an der NYSE und bringt die Aktie als Token auf Solana und Avalanche
Securitize ist am 2. Juli an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel SECZ gestartet und hat am ersten Handelstag parallel eine tokenisierte Version der Aktie auf Solana und Avalanche ausgegeben. CoinDesk berichtet unter Berufung auf Daten von RWA.xyz, dass Anleger derzeit rund 295 Mio. US-Dollar in tokenisierten Aktien halten. Der Schritt wird teils als "U.S.-Aktien onchain listen" eingeordnet. Für Investoren ist der entscheidende Punkt weniger ein sofortiger 24/7-Handel wie bei Krypto, sondern dass hier ein Emittent selbst ein börsennotiertes Wertpapier onchain abbildet. Carlos Domingo, Cofounder und CEO von Securitize, sieht darin ein starkes Signal zur Bestätigung der These von "onchain public equity". In der X-Community bleiben einige Beobachter, darunter @stackzz, vorsichtig. Sie verweisen auf offene Fragen: saubere Eigentumsregistrierung, tatsächliches Settlement, belastbare Sekundärliquidität sowie die Funktionsfähigkeit bei starkem Abgabedruck. Auch bei SECZ zeigt sich der Kernpunkt: Es geht nicht um die Überführung der Aktie in einen erlaubnisfreien Markt, sondern um einen onchain-Prozess innerhalb des bestehenden US-Wertpapierrechts. Der Emittent bietet die gleiche Stammaktie mit begrenztem Zugang an und prägt damit den Charakter des Experiments. Tokenisierung hebt Wertpapiergesetze nicht auf. Sie verändert vor allem, wie Eigentum dokumentiert wird: weg von papierbasierten Systemen hin zu onchain geführten Aufzeichnungen. Klassische Aktien stützen sich auf Broker, Clearingstellen und Registerstellen zur Eigentumsprüfung. Eine onchain-Variante zielt darauf, Übertragung, Abgleich und Dividendenabwicklung stärker zu automatisieren. Viele frühere Token-Aktien-Konzepte litten daran, dass Emittenten nicht eingebunden waren: Investoren kauften Zertifikate von Drittplattformen, teils mit Depotunterlegung, teils als synthetische Abbildung. Das konnte Kurs-Exposure liefern, aber kaum die Anerkennung der Infrastruktur durch die jeweilige börsennotierte Gesellschaft belegen. Securitize betont, dass der tokenisierte SECZ dieselbe Stammaktie repräsentieren soll, die an der NYSE gehandelt wird, keine separate Aktienklasse und kein synthetischer Token oder Offshore-Konstrukt. Diese Aussage ist als Unternehmensposition zu verstehen und bedeutet nicht, dass sämtliche juristischen Details bereits durch den Markt verifiziert wären. 295 Mio. US-Dollar bewegen die Kapitalmärkte nicht, reichen aber, um die RWA-Erzählung über vergleichsweise abgeschlossene Produktsegmente wie Treasury-Fonds und Private Credit hinaus in die sensiblere Kategorie börsennotierter Aktien zu verschieben. Regulatorischer Zugang ist Teil des Produkts. Der tokenisierte SECZ ist nicht frei für jedermann verfügbar. Laut offizieller Pressemitteilung richtet sich das Angebot an berechtigte US-Investoren und ist über die regulierte Plattform von Securitize zugänglich. Erforderlich sind Kontoeröffnung, KYC/AML, Prüfung der Jurisdiktion und die Einhaltung der relevanten Wertpapieranforderungen. Das ist nicht gleichbedeutend mit "frei in der eigenen Wallet handelbar". Der Begriff "eligible U.S. investors" sollte zudem nicht pauschal mit "accredited investors" gleichgesetzt oder auf reine Vermögens- bzw. Einkommensschwellen reduziert werden. Die Einordnung ist klar: Compliance ist integraler Bestandteil des Designs. Zu den verbundenen Einheiten von Securitize zählen ein bei der SEC registrierter Broker-Dealer, FINRA/SIPC-Mitgliedschaft, ein von der SEC reguliertes ATS (Alternative Trading System) sowie ein bei der SEC registrierter Transfer Agent. Der Transfer Agent fungiert als Aktienregister und hält fest, wer die Aktien tatsächlich besitzt. Die onchain-Version umgeht weder NYSE noch Wertpapierrecht; sie operiert über regulierte Konten, Identitätsprüfung, Eignungschecks und Transferbeschränkungen. Ziel sind schnelleres Settlement, effizientere Eigentumsführung, potenzielle Fractionalization und bessere Cross-Platform-Composability, nicht die freie Übertragbarkeit an beliebige Adressen. Solana und Avalanche übernehmen die Rolle der Ausführungsebene. Sie ersetzen keine rechtlichen Anforderungen und sind nicht die letzte Instanz für Eigentum, sondern hosten Token-Aufzeichnungen und Transferregeln. In der öffentlichen Debatte wird häufig Solanas Token2022 genannt, ein Standard, der sich für compliant Assets eignet und Regelprüfungen bei Transfers unterstützt, etwa Empfang nur durch verifizierte Adressen oder das Pausieren von Transfers unter definierten Bedingungen. Ob und wie Token2022 bei SECZ konkret genutzt wird, inklusive Whitelisting-, Freeze- oder Pause-Funktionen, hängt von künftigen technischen Angaben des Unternehmens ab. Für Anleger in Public Chains ist der Kern dieser Diskussion die sichtbare Nachfrage nach institutionellen Assets onchain, nicht die Vorfestlegung auf eine bestimmte Blockchain. Institutionelle Onchain-Assets brauchen mehr als "billig und schnell". Erforderlich sind Zugriffskontrolle, compliant Transfers, niedrige Kosten und hoher Durchsatz. Im Fall SECZ müssen Onchain-Records weiterhin mit klassischen Registern, Plattformkonten und Eignungsprüfungen zusammenspielen. Es handelt sich um ein hybrides System, nicht um eine rein onchain basierte Marktstruktur. Der Vertrauensanker für RWA rückt in Richtung Public Equities. Securitize verweist darauf, dass die Plattform per Juni 2026 Vermögenswerte von mehr als 4 Mrd. US-Dollar verwaltet oder tokenisiert habe und mit Instituten wie BlackRock, Apollo, BNY Mellon, Hamilton Lane, KKR und VanEck zusammenarbeite. Die synchrone Tokenisierung am ersten Handelstag dient als Demonstration der bisherigen Dienstleistungsfähigkeit anhand der eigenen börsennotierten Aktie. Im Vergleich zu Whitepapers, Proof-of-Concepts oder Drittverpackungen senkt ein Emittententest mit eigenen gelisteten Aktien die Einstiegshürde für Nachfolger und schafft einen stärkeren Vertrauensbezug für den RWA-Markt. Für andere börsennotierte Unternehmen entsteht damit ein konkreter Präzedenzfall. Das bedeutet nicht, dass Public Equities kurzfristig in großem Stil tokenisiert werden. Es verschiebt die Debatte von der Frage, ob sich Kurs-Exposure verpacken lässt, hin zu der Frage, ob Emittenten in der Infrastruktur mitwirken können. Für RWA-Infrastruktur ist das wichtiger als die Größe einzelner Assets. Börsennotierte Aktien bringen Handel, Registerführung, Stimmrechte, Disclosure und Anlegerschutz mit sich und lassen wenig Spielraum für Fehler. Ob SECZ über den Fallstudienstatus hinauskommt, hängt von Variablen ab. Am unmittelbarsten ist die Sekundärliquidität: Gibt es nachhaltigen Handel, angemessene Spreads und verlässliche Market Maker, oder bleibt es bei kurzfristigen Volumenspitzen rund um Ankündigungen? Bleibt der Handel überwiegend auf eingeschränkte Konten beschränkt, fällt der Effizienzgewinn geringer aus. Langfristig soll RWA Reibung bei Emission, Registrierung, Transfer und Settlement reduzieren. Je näher wertpapierbasierte Assets an börsennotierte Aktien rücken, desto weniger wahrscheinlich wird vollständige Permissionlessness. Ein zweiter Block betrifft die Durchsetzung von Rechten. Securitize erklärt, der Token solle dieselbe Stammaktie repräsentieren. In der Praxis müssen noch Fälle zeigen, wie Stimmrechte, Dividenden, Verwahrung, Streitbeilegung sowie die Rangfolge zwischen Onchain-Records und traditionellen Registern tatsächlich behandelt werden. Onchain-Eigentum löst rechtliche Konflikte nicht automatisch. Das wichtigste Signal wäre eine Nachahmung durch nicht krypto-native Emittenten. Als Tokenisierungsplattform hat Securitize ein strategisches Eigeninteresse, den Weg onchain zu demonstrieren. Bleibt es bei Infrastrukturakteuren, kann der Markt das als hochwertiges Marketing interpretieren. Beginnen dagegen Emittenten aus Finanz-, Tech- oder Konsumbranchen ähnliche Modelle zu übernehmen, würde SECZ vom Einzelfall zu einem frühen Indiz für einen strukturellen Wandel.
SOL
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vor 2 Std.
Circle kooperiert mit Standard Chartered: Institutionelles Minting und Redemption von USDC über regulierten Bankkanal
Circle, Emittent des Stablecoins USDC, hat eine Partnerschaft mit der internationalen Bank Standard Chartered bekannt gegeben. Ziel ist es, institutionellen Kunden den Zugang zu USDC für Minting und Redemption über einen konformen, bankbasierten Prozess zu ermöglichen. Circle zufolge soll der Schritt die Stablecoin-Nutzung im Finanzsektor weiter ausbauen und qualifizierten Institutionen einen durchgängigen Service inklusive Onboarding bieten. Laut Circle wurde das Angebot über die Niederlassung von Standard Chartered im Dubai International Financial Centre (DIFC) gestartet. Damit ist Standard Chartered nach Unternehmensangaben die erste Global Systemically Important Bank (GSIB), die institutionellen Zugang zu USDC über einen regulierten Bankkanal bereitstellt. Circle kommentierte den Start am 2. Juli 2026 auch über den eigenen X-Account. Die Einbindung der USDC-Infrastruktur von Circle soll es Standard Chartered ermöglichen, den Zugang zu Stablecoins für institutionelle Nutzer zu vereinfachen, ohne Abstriche bei Risikomanagement, Compliance und Governance zu machen. Anstatt separate Plattformen für Bank- und Krypto-Services zu nutzen, können qualifizierte Kunden das Onboarding künftig direkt über die Bank abwickeln, um USDC zu prägen oder einzulösen. Darüber hinaus soll die integrierte Lösung den effizienteren Kapitaltransfer zwischen Blockchain-Ökosystemen und traditionellen Finanzstrukturen unterstützen. Genannt werden unter anderem Anwendungsfälle wie On-Chain-Settlement, Liquiditätssteuerung und Treasury-Operationen. Perspektivisch zielt die Infrastruktur auch auf die Unterstützung zahlungsbezogener Anwendungen ab, da die Stablecoin-Adoption in den globalen Finanzmärkten weiter zunimmt. Kash Razzaghi, Chief Commercial Officer von Circle, erklärte, die Integration des konformen USDC-Modells bei Standard Chartered ermögliche Institutionen den Einsatz von Stablecoins für Treasury, Settlement und Zahlungen. Roberto Hoornweg, CEO Corporate and Investment Banking bei Standard Chartered, verwies darauf, dass das neue Angebot die Standards bei regulatorischer Aufsicht, Governance und Vertrauen weiter erhöhen solle. Insgesamt soll die Initiative die Nutzung von Stablecoins durch Institutionen erleichtern und zugleich ein belastbares Rahmenwerk für Risiko- und Compliance-Anforderungen sicherstellen.
USDC
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vor 2 Std.
Lido nimmt Brücken zurück: Signalisiert LDO, dass die Multichain-Strategie zu unübersichtlich wurde?
Die Lido DAO hat am 22. Juni 2026 beschlossen, den wstETH-Bridges auf neun Netzwerken den kanonischen Status zu entziehen. Betroffen sind zkSync Era, Mode, Scroll, Mantle, Swell, Zircuit, Soneium, Polygon PoS und Lisk. Als Begründung nennt Lido ein strikteres Risikomanagement und die Bündelung von Ressourcen angesichts der zunehmenden Komplexität durch die Multichain-Ausweitung. Dem Beschluss ging der Kel-Vorfall im April 2026 voraus.
LDO
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vor 2 Std.
Wal geht auf Aster mit 9,58 Mio. US-Dollar ESPORTS short und liegt 5,005 Mio. US-Dollar im Plus
Laut ME News meldete der On-Chain-Analyst Ai Yi am 3. Juli (UTC+8), dass auf Aster auffällig viel "Smart Money" in Memecoins und Altcoins aktiv ist. Ein großer Wal baute eine Short-Position in ESPORTS im Volumen von 9,58 Mio. US-Dollar mit 1x Hebel auf und weist aktuell einen nicht realisierten Gewinn von 5,005 Mio. US-Dollar aus. Die Adressen 0x2d4 und 0x961 gingen GUA im Umfang von 547.000 US-Dollar mit 2x Hebel short und erzielten Gewinne von über 1,29 Mio. US-Dollar, entsprechend einer Rendite von 235%. Die Adressen 0x2A3 und 0x134 eröffneten Long-Positionen in SYN über 1,5 Mio. US-Dollar bzw. 504.000 US-Dollar; die derzeitigen Buchgewinne liegen bei 174.000 US-Dollar bzw. 435.000 US-Dollar. (Quelle: ODAILY)
ESPORTS
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vor 2 Std.
SharpLink oder Bitmine: Welche Aktie bietet in der ETH-Schwäche das bessere Exposure?
Autor: Zhou, ChainCatcher Der aktuelle ETH-Abverkauf trifft auch die beiden größten "Treasury"-Gesellschaften im Ethereum-Ökosystem: SharpLink und Bitmine sitzen beide auf Buchverlusten von mehr als 50%. SharpLink ist nach acht Monaten Pause wieder als Käufer aufgetreten und hat zuletzt 39.196 ETH zu durchschnittlich rund 3.609 US-Dollar eingesammelt. Daraus ergibt sich derzeit ein nicht realisierter Verlust von über 1,7 Mrd. US-Dollar. Bitmine baut seine Bilanz weiter aus: Der Bestand liegt bei 5,7 Mio. ETH, rund 4,7% des zirkulierenden ETH-Angebots, mit nicht realisierten Verlusten von mehr als 10 Mrd. US-Dollar. Beide Titel sind in Russell-Indizes vertreten und zählen zu den Geldgebern des neu gegründeten Ethereum-Forschungsinstituts Ethlabs. Obwohl Einstandsniveaus und Kursrückgänge ähnlich ausfallen, unterscheiden sich die Bewertungsabschläge deutlich: SharpLink handelt mit rund 21% Abschlag auf den ETH-Nettoinventarwert, Bitmine nur mit etwa 6% – also mehr als dreimal so gering. Wer über Aktien indirekt auf ETH setzen will, muss weniger auf das bessere Narrativ schauen als auf harte Faktoren wie Einstandskosten, Finanzierungskraft, Liquidität und die Frage, ob sich Storys tatsächlich in Ergebnisse übersetzen. Narrative und "Chips": institutionell vs. Reichweite SharpLink setzt stark auf ein institutionelles Profil: Ethereum-Mitgründer Joe Lubin fungiert als Chairman, der frühere BlackRock-Manager für Digital Assets, Joseph Chalom, als Co-CEO. Seit dem Vorjahr treibt das Unternehmen Partnerschaften zur RWA-Tokenisierung voran und plant, SharpLinks eigenes Eigenkapital auf Ethereum zu tokenisieren. Hinzu kommen die Aufnahme in einen Russell-Index und kumulierte Erträge aus ETH-Staking – Faktoren, die einzeln betrachtet häufig als Argumente für einen Bewertungsaufschlag dienen. Bitmines Vorteil liegt in der schieren Größe des ETH-Bestands und in der höheren öffentlichen Sichtbarkeit des Chairman Tom Lee. Zudem ist das Unternehmen in den Russell 1000 Index aufgenommen worden. Nach Angaben des Managements könne das Hunderte bis Tausende neuer institutioneller Investoren anziehen, da passive Fonds typischerweise 18% bis 20% der ausstehenden Aktien einer börsennotierten Gesellschaft halten. Einstandspreise und Aktienkurs: ähnlich, aber andere Größenordnung Die Kernfrage lautet: Wer hat günstiger gekauft? Laut SharpLink-Mitteilung vom 30. Juni erwarb das Unternehmen 10.000 ETH zu einem Durchschnittspreis von rund 1.611 US-Dollar und erhöhte den Gesamtbestand auf 886.725 ETH. Dieser setzt sich aus 632.719 nativen ETH, 181.299 ETH, die aus lsETH eingelöst werden können, sowie 72.707 ETH, die aus weETH eingelöst werden können, zusammen. Die durchschnittliche Kostenbasis liegt bei etwa 3.609 US-Dollar je ETH. Bei einem aktuellen Kurs um 1.650 US-Dollar ergibt sich ein nicht realisierter Verlust von rund 1,74 Mrd. US-Dollar bzw. etwa 54,3%. Bitmine hielt per 28. Juni 2026 insgesamt 5.700.040 ETH, rund 4,7% des gesamten ETH-Angebots. Onchain-Daten zufolge liegt die durchschnittliche Kostenbasis bei etwa 3.400 US-Dollar je ETH; der nicht realisierte Verlust wird auf rund 11 Mrd. US-Dollar beziffert, entsprechend etwa 51,5%. Kostenbasis und prozentualer Rückgang sind damit vergleichbar. Der entscheidende Unterschied ist die Positionsgröße: Bitmines Bestand ist 6,4-mal so groß wie der von SharpLink, entsprechend fällt auch der absolute Buchverlust deutlich höher aus. Auch an der Börse ähneln sich die Muster: kurzer Hype nach dem Listing, anschließend kontinuierlicher Rückgang, zuletzt Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau. Zum Schlusskurs am 1. Juli fiel SharpLink von 124 US-Dollar auf etwa 5 US-Dollar (minus rund 96%). Bitmine sank von 160 US-Dollar auf etwa 14 US-Dollar (minus rund 91%). Die Marktkapitalisierung liegt bei SharpLink bei etwa 1,02 Mrd. US-Dollar, bei Bitmine bei rund 7,6 Mrd. US-Dollar. Finanzierung und Liquidität: aggressives Tempo vs. Verwässerungsfalle SharpLinks Finanzierung war bislang vor allem von fortlaufenden, kleinteiligen verwässernden Platzierungen geprägt. Über ATM-Programme wurde Kapital eingesammelt und schrittweise in ETH umgeschichtet – langsam, aber mit anhaltender Verwässerung. Die jüngste Wiederaufnahme der Käufe basiert vor allem auf einer im Vormonat abgeschlossenen Privatplatzierung über 75 Mio. US-Dollar: ausgegeben wurden 10.013.400 Stammaktien sowie die gleiche Anzahl an Warrants. Der Erlös ist explizit für Working Capital, weitere ETH-Käufe und Aktienrückkäufe vorgesehen. Zusätzlich versucht SharpLink die Rendite über Staking zu erhöhen; seit Start der ETH-Treasury-Strategie wurden 22.102 ETH an Staking-Rewards angesammelt. Bitmine ging deutlich aggressiver vor. Laut 10x Research nahm das Unternehmen zwischen Juli 2025 und Mai 2026 über 50 Eigenkapitalplatzierungen insgesamt 19,2 Mrd. US-Dollar auf und verwendete das Kapital zum Kauf von rund 5,54 Mio. ETH. Im Vormonat begann Bitmine zudem, ein Vorgehen nach dem Vorbild der größten Bitcoin-Treasury-Gesellschaft zu übernehmen und Vorzugsaktien zu emittieren: Die Class A Perpetual Preferred Stock "BMNP" wurde für ein Listing an der New York Stock Exchange zugelassen. Der Verwaltungsrat genehmigte eine Bardividende von 0,1056 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 10. Juli an Aktionäre mit Stichtag 30. Juni. Die Aufnahme in Russell-Indizes stärkt die Kapitalmarktfähigkeit beider Unternehmen: SharpLink ist im Russell 3000 vertreten, Bitmine im selektiveren Russell 1000. Bitmine-Chairman Tom Lee betonte, viele aktiv gemanagte Fonds kauften ausschließlich Russell-1000-Werte. Zudem lägen typischerweise 20% bis 25% der Marktkapitalisierung einer einzelnen Aktie bei passiven Indexfonds oder ETFs. Solche passiven Zuflüsse verbessern Handelbarkeit und Nachfrage und stützen damit ein Geschäftsmodell, das auf fortlaufende Aktienemissionen angewiesen ist. Am klarsten zeigt sich die Differenz in der Bewertung relativ zum Nettoinventarwert (mNAV): Laut den zuletzt von DefiLlama verfolgten Daten handelt SharpLink mit rund 21% Abschlag auf den ETH-NAV, Bitmine nur mit rund 6%. Ein tiefer Abschlag verstärkt den Druck bei weiteren Kapitalerhöhungen, weil zusätzliche Emissionen den Kurs weiter belasten können – ein negativer Kreislauf. Die achtmonatige Kaufpause bei SharpLink wurde maßgeblich damit erklärt. Auch die Liquidität spricht für Bitmine: Die Aktie zählt seit Längerem zu den aktivsten Titeln in den USA, Tagesumsätze erreichen häufig Hunderte Millionen US-Dollar. SharpLink liegt beim täglichen Volumen etwa eine Größenordnung darunter. Für Investoren, die gezielt den Abschlag handeln wollen, ist das entscheidend: Spreads und Slippage können theoretische Discount-Gewinne schnell aufzehren. Der Liquiditätsvorteil hat einen Preis. 10x Research beziffert Bitmines Gesamtverlust der vergangenen zwölf Monate auf rund 10,1 Mrd. US-Dollar. Darin enthalten sind nicht nur Buchverluste durch den ETH-Rückgang, sondern auch ein zusätzlicher Effekt: Anleger zahlten zeitweise einen Aufschlag über mNAV, der sich in Summe auf etwa 4,6 Mrd. US-Dollar beläuft. Wer Bitmine kauft, trägt damit neben dem ETH-Risiko auch das Risiko, dass ein Premium in einen Abschlag kippt. SharpLink, das lange mit Abschlag gehandelt wurde, ist diesem zusätzlichen Verlustmechanismus weniger ausgesetzt. RWA-Tokenisierung und Ethlabs: starke Stories, wenig greifbare Monetarisierung Beim derzeit populären Thema "Aktien-Tokenisierung" war SharpLink früh: Im September 2025 kündigte das Unternehmen an, SBET-Aktien gemeinsam mit Superstate über die Opening-Bell-Plattform zu tokenisieren und als erstes börsennotiertes Unternehmen Aktien nativ auf Ethereum zu emittieren. Co-CEO Joseph Chalom sagte in einem Interview im Oktober, man wolle zeitnah eine regelkonforme tokenisierte Version starten und bevorzuge Ethereum gegenüber Solana als Infrastruktur. Bislang bleibt es jedoch bei Absichtserklärungen; onchain sind weder Transaktionen noch Erlöse sichtbar. SharpLink und Superstate verwiesen zudem darauf, dass weitere regulatorische Genehmigungen erforderlich sind, insbesondere für die Handelbarkeit tokenisierter Aktien auf dezentralen Börsen. Bitmine setzt in seiner Ökosystem-Story auf Diversifikation über sogenannte "Moonshot"-Beteiligungen, darunter indirekte Positionen in OpenAI sowie Equity-Investments in Beast Industries. Solche Anlagen liefern bislang keinen stabilen Cashflow, erhöhen aber aus Sicht des Marktes die optionale Spekulation. Gemeinsam ist beiden die Mitfinanzierung von Ethlabs. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Die Ethereum Foundation hat ihr Budget für 2026 um rund 40% gekürzt und 54 Stellen gestrichen. Der frühere Core-Development-Koordinator Trent Van Epps warnte, dass der Kernentwicklung innerhalb von drei bis neun Monaten eine Finanzierungslücke drohen könnte. SharpLink-Co-CEO Joseph Chalom sagte, Ethlabs solle die Ethereum Foundation ergänzen, räumte aber Überschneidungen ein und betonte, bei Ethlabs werde das "konzentrierteste Talent" sitzen. Bitmine-Chairman Tom Lee erklärte dagegen, die Wahrscheinlichkeit einer Krise liege bei null, da die Finanzierung bereits gesichert sei. Unterm Strich sind RWA-Tokenisierung und Ethlabs derzeit eher langfristige Branchen-Narrative als bereits in Umsatz oder Bewertung übersetzte Geschäftsmodelle. In diesem Punkt stehen beide Unternehmen faktisch auf einer ähnlichen Startlinie. Fazit: Zwei Risikoprofile für dasselbe ETH-Thema Für die praktische Umsetzung eines Einstiegs in dieser Bodenbildungsphase wirkt Bitmine als bequemere Option: Der Kurs liegt näher am Nettoinventarwert, die Liquidität ist höher, Ein- und Ausstiegskosten sind planbarer. Das sind konkrete Vorteile. Für den langfristigen Anlagehorizont treten die Schwächen Bitmines deutlicher hervor: Die in die Kapitalstruktur eingefügten perpetual preferred stocks bedeuten fixe Kosten, die bereits bedient werden. SharpLink hat eine einfachere Kapitalstruktur, und der Kurs spiegelt bereits deutlich pessimistischere Erwartungen wider – Käufer müssen keine historischen Premiums "mitbezahlen". Drei Szenarien verdeutlichen die Verteilung der Risiken: Fällt ETH weiter, steigen die Buchverluste bei beiden. Aufgrund der größeren Position wachsen Bitmines absolute Verluste schneller; der aktuelle Bewertungsvorteil könnte schrumpfen, die Finanzierungsmaschine stünde vor ihrem ersten echten Stresstest. Stabilisiert sich ETH und dreht nach oben, hat SharpLink aus dem niedrigeren Ausgangsniveau theoretisch mehr Spielraum für eine Bewertungsaufholung. Bitmine müsste zunächst den zuvor aufgebauten Bewertungsüberhang abbauen, bevor die Erholungsphase voll durchschlägt. Damit ist es kein Entweder-oder. SharpLinks Verwundbarkeit ist im Kurs und in der Liquidität sichtbar. Bitmines Verwundbarkeit steckt in der Kapitalstruktur und in der historisch eingepreisten Bewertungsblase. Entscheidend ist, welches Risiko für den jeweiligen Investor schwerer wiegt.
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vor 2 Std.
ether.fi schlägt Aave-V4-Deployment auf OP Mainnet vor
ether.fi hat der Aave-Community vorgeschlagen, eine von ether.fi verwaltete Aave-V4-Instanz auf dem OP Mainnet zu starten, um ether.fi Cash zu unterstützen. Vorgesehen sind eine Abführung von 20% der Erlöse an die Aave DAO, die Integration von GHO, das Deployment des GHO GSM sowie die Migration des ether.fi Debt Managers. Zudem will ether.fi eine Asset-Unterlegung von bis zu 175 Mio. US-Dollar bereitstellen.
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vor 2 Std.
Standard Chartered und Circle weiten USDC-Minting in Dubai aus
Standard Chartered und Circle rücken USD Coin (USDC) näher an das klassische Bankensystem heran. Über eine neue Partnerschaft sollen institutionelle Kunden USDC künftig über bankengeführte Prozesse prägen (Minting) und einlösen können. Der Start erfolgt im Dubai International Financial Centre (DIFC). Im Zentrum steht die Einbindung von USDC in die Banking-Plattform von Standard Chartered. Institutionen müssen damit keine separaten Konten mehr direkt bei Circle einrichten, um USDC zu minten oder zu redeem. Standard Chartered bezeichnet sich als erste global systemrelevante Bank, die einen solchen USDC-Service anbietet. Nach Angaben der Bank soll der integrierte Zugang Banking, Verwahrung und Digital-Asset-Services in einem Angebot zusammenführen. Eine Ausweitung auf weitere Märkte ist geplant; zudem sollen später auch zahlungsbezogene Anwendungsfälle unterstützt werden. Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Daten von Artemis zufolge hat sich das Angebot an USD-gebundenen Stablecoins in den vergangenen 24 Monaten nahezu verdoppelt: von rund 160 Mrd. US-Dollar auf etwa 300 Mrd. US-Dollar bis Juli 2026. Marktführer bleibt USDT (Tether), USDC ist weiterhin die Nummer zwei. Für Standard Chartered ist die Wahl eines bereits skalierten Stablecoins strategisch relevant. Das USDC-Angebot lag in den vergangenen Monaten relativ stabil in einer Spanne von 70 bis 80 Mrd. US-Dollar, was auf anhaltende Nachfrage trotz neuer Emittenten im Markt hindeutet. Zusammenfassung: Standard Chartered und Circle ermöglichen Institutionen das Minting und das Einlösen von USDC über bankengeführte Abläufe. USDC ist der zweitgrößte Stablecoin und kommt aktuell auf ein Angebot von etwa 70 bis 80 Mrd. US-Dollar.
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vor 3 Std.
Neue Wallet zahlt 1,995 Mio. USDC bei HyperLiquid ein und eröffnet eine 9,74 Mio. US-Dollar schwere Long-Position auf GOLD
Laut ChainCatcher meldet das Monitoring von Onchain Lens, dass eine neu erstellte Wallet "0x58f" 1,995 Mio. USDC bei HyperLiquid eingezahlt hat. Anschließend eröffnete die Wallet eine 5-fach gehebelte Long-Position über 2.327,39 GOLD-Kontrakte im Gegenwert von 9,74 Mio. US-Dollar.
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vor 3 Std.
Neue Wallet zahlt 1,995 Mio. USDC bei HyperLiquid ein und eröffnet Gold-Long-Position über 9,74 Mio. US-Dollar mit 5x Hebel
Odaily Planet Daily berichtet unter Berufung auf Daten von Onchain Lens: Eine neu erstellte Wallet hat 1,995 Millionen USDC bei HyperLiquid eingezahlt und eine Long-Position in Höhe von 2.327,39 Gold-Kontrakten mit einem Hebel von 5x eröffnet. Das Positionsvolumen beläuft sich auf rund 9,74 Millionen US-Dollar.
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